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ALTDORF: Kantonsspital Uri geht neue Wege

Das Kantonsspital Uri und das Luzerner Kantonsspital weiten ihre Zusammenarbeit aus. Mit Dr. med. Oliver Tschalèr, Chefarzt Chirurgie, operiert ab Februar erstmals ein Urner Arzt in Luzern.
Mit Dr. med. Oliver Tschalèr operiert erstmals ein Arzt des Kantonsspitals Uri an einem Zentrumsspital. (Bild: PD)

Mit Dr. med. Oliver Tschalèr operiert erstmals ein Arzt des Kantonsspitals Uri an einem Zentrumsspital. (Bild: PD)

Die neue Kooperation im Bereich der Bauchchirurgie bedeute «Pionierarbeit» und einen «neuen Meilenstein in der Zusammenarbeit mit dem Luzerner Kantonsspital», teilte das Kantonsspital Uri (KSU) am Montagvormittag mit.

Ab Februar 2018 führt mit Dr. med. Oliver Tschalèr erstmals ein Arzt des KSU Operationen am Luzerner Kantonsspital (LUKS) durch. Tschalèr nehme diejenigen Operationen in Luzern wahr, für die die Infrastruktur in Uri nicht ausreichend sei. Zu diesen Eingriffen gehörten insbesondere Operationen an der Speiseröhre, der Leber und der Bauchspeicheldrüse.

Mit dieser Zusammenarbeit werden gemäss dem KSU verschiedene Ziele erreicht. Am wichtigsten sei, dass die Patientinnen und Patienten von der Diagnose bis zur Heilung eng durch Tschalèr betreut würden. Gemäss dem Credo «Nähe schafft Gesundheit» könnten so auch die Angehörigen bestmöglich in den Behandlungsprozess eingebunden werden.

Oliver Tschalèr ist seit 1. November 2017 Chefarzt für Chirurgie am KSU. Er ist Facharzt FMH für Chirurgie mit Schwerpunkten in der Bauchchirurgie, der Allgemeinchirurgie und der Traumatologie. Dr. Tschalèr habe sich in den vergangenen 20 Jahren insbesondere in der Bauchchirurgie einen guten Ruf erarbeitet, heisst es in der Mitteilung. So habe er in den letzten Jahren regelmässig an verschiedenen Spitälern hochkomplexe Bauchoperationen durchgeführt.

Strategische Überlegungen

Die zunehmende Spezialisierung in der Medizin und steigende wirtschaftliche Vorgaben üben immer stärkeren Druck auf die Spitallandschaft aus. Insbesondere regionale Spitäler wie das KSU seien gefordert, neue Wege zu gehen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden und im Wettbewerb zu bestehen, schreibt das KSU in der Mitteilung weiter.

Das KSU erbringe seine Leistungen «im Rahmen eines mehrstufigen Modells, das der Patientensicherheit, der Wirtschaftlichkeit und dem politisch erwünschten Eigenversorgungsgrad des Kantons am besten gerecht werden kann».

Das Modell basiert vereinfacht dargestellt auf folgenden Grundsätzen: Bestimmte Leistungen werden im Eigenbetrieb durch angestellte Ärzte oder einen Belegarzt erbracht. Im Eigenbetrieb nicht verfügbare medizinische Leistungen werden eingekauft. Entweder, indem ein Spezialist aus dem LUKS am KSU tätig ist, oder, indem komplexe Behandlungen mit teuren Apparaturen und dem Erfordernis eines Zentrumsspezialisten im LUKS erfolgen. Die medizinische Triage und Koordination übernimmt in jedem Fall das KSU.

pd/dvm

Das Kantonsspital Uri in Altdorf ist eines der Hauptthemen für die Urner Regierung. (Bild: Urs Hanhart)

Das Kantonsspital Uri in Altdorf ist eines der Hauptthemen für die Urner Regierung. (Bild: Urs Hanhart)

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