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ALTDORF: Korporation Uri: Der Verwalter sieht schwarz

Die Jahresrechnung der Korporation Uri schliesst besser als erwartet ab. Doch die starke Abhängigkeit der Korporation von den Wasserzinsen könnte sich unter Umständen bald negativ auswirken.
Elias Bricker
Der Korporationsrat Uri hiess die Jahresrechnung 2016 gestern einstimmig gut. (Bild: Elias Bricker (Altdorf, 10. Februar 2017))

Der Korporationsrat Uri hiess die Jahresrechnung 2016 gestern einstimmig gut. (Bild: Elias Bricker (Altdorf, 10. Februar 2017))

Elias Bricker

elias.bricker@urnerzeitung.ch

Gestern Morgen tagte der Urner Korporationsrat im Rathaus in Altdorf. Im Zentrum der Sitzung standen der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung 2016. Verwalter Kurt Schuler konnte dabei eine erfreuliche Rechnung präsentieren. Denn die Korporation Uri machte im vergangenen Jahr einen Reingewinn von 355000 Franken – dies bei einem totalen Aufwand von 5,93 Millionen Franken. 105000 Franken werden zudem den 20980 bezugsberechtigten Korporationsbürgern in Form des Bürgernutzens (5 Franken pro Person) ausbezahlt. Somit schliesst die Rechnung 2016 um 38000 Franken besser als budgetiert.

Korporation setzt vermehrt auf Immobilien

Die Korporation hatte 2016 ihr Engagement im Immobilienbereich stärker ausgebaut. So hatte sie in Schattdorf ein Mehrfamilienhaus gekauft. Zudem konnte sie im Grund in Amsteg grössere Landparzellen für Wohn- und Gewerbebauten erwerben. Durch die Beteiligungen bei der Kraftwerk Gurtnellen AG und der Kraftwerk Schächen AG hat sie ihr Engagement bei der Wasserkraft weiterausgebaut. Das neue Kraftwerk Bristen soll bald den Betrieb aufnehmen. «Diese Investitionen werden uns langfristig Erträge abwerfen», sagte Verwalter Kurt Schuler.

Rund 85 Prozent der Erträge stammen bei der Korporation Uri ohnehin aus Regalien und Konzessionen. Alleine mit den Wasserzinsen nahm die Korporation Uri im Berichtsjahr 2,13 Millionen Franken ein. «Deshalb sehe ich schwarz, wenn Bundesbern nun die Wasserzinsen halbieren will», sagte Schuler. «Sollte es wirklich so weit kommen, würden wir sehr schnell in die roten Zahlen rutschen. Doch ich hoffe, dass es nicht so weit kommt.»

Im Berichtsjahr haben zudem vor allem Benützungsgebühren und Dienstleistungen zu einem guten Ergebnis beigetragen. Diese sind mit 170000 Franken respektive 42 Prozent höher ausgefallen als budgetiert. Bei den Vermögenserträgen inklusive den Liegenschaftsverwaltungen resultierten Einnahmen in der Höhe von 1,81 Millionen Franken. Die Korporationsräte nahmen die Jahresrechnung sowie den Geschäftsbericht 2016 einstimmig zur Kenntnis.

Fischer hinterlassen am Seenalpsee ihre Spuren

Zudem stimmte der Korporationsrat gestern drei Allmendvergabungen zu. So plant Damian Kempf aus Spiringen auf der Alp Wängi (Gemeinde Bürglen) einen neuen Stall. Dafür benötigt er 241 Quadratmeter Land. Weiter möchte der Bürgler Karl Riedi seinen Stall im Gebiet Mälchbödeli auf der Alp Chinzertal in Bürglen vergrössern. Dafür erhält er nun von der Korporation Uri 65 Quadratmeter Land.

Die Korporationsgemeinde Bürglen stellte überdies ein Gesuch für die Abgabe von 148 Quadratmetern Land auf der Seenalp. Denn die Bürgergemeinde ist Verwalterin dieser Hirte. Sie möchte beim See einen Melkstall bauen.

Bisher gibt es dort zum Melken nur einen provisorischen Unterstand aus Gerüstelementen. Beim neuen Stall soll auch ein WC gebaut werden. «Denn heute hinterlassen die Fischer ihre Spuren hinter allen Steinen rund um den See», sagt Allmendaufseher Josef Schuler.

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