ALTDORF: Korporation Uri sagt Ja zum Snee-Vertrag

Die Bürger haben am Sonntag Ja zum Snee-Vertrag. Allerdings wurde die Rückweisung nur knapp abgelehnt.

Red
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Die Korporationsbürger fanden sich so zahlreich wie selten auf dem Unterlehn ein. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Korporationsbürger fanden sich so zahlreich wie selten auf dem Unterlehn ein. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der Vertrag mit dem Kanton Uri betreffend Schutz- und Nutzungskonzept für erneuerbare Energien (Snee) war das umstrittenste Geschäft der Korporationsgemeinde in Altdorf. Relativ klar hat das Volk den Vertrag gutgeheissen. Mit dem Snee wird festgelegt, wo in Uri künftig Anlagen für die Förderung von erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Wasser) erstellt werden dürfen und wo Landschaften und Fliessgewässer ungeschmälert erhalten bleiben sollen. Uri setzt dabei vor allem auf das Wasser.

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Gesamtwohl höher gewichtet

Die Zustimmung erfolgte erst nach einer langen Debatte im Ring. Der Vertrag bringe einen praktikablen Ausgleich zwischen Schutz und Nutzen, mehr Geld für Korporation und Kanton Uri, aber auch willkommene Aufträge für die Urner Wirtschaft. Das Gesamtwohl werde über Einzelinteressen gestellt, betonten die Befürworter. Die Gegner wiesen darauf hin, dass die Korporation Uri einen Zwangsvertrag eingehe, der ihr und damit den Bürgern Freiheit und Selbstständigkeit als «wichtige Errungenschaften der Vergangenheit» nehme. Projekte und die Nutzung von Korporationsgütern müssten allen Interessierten offenbleiben, nicht nur den grossen Unternehmen, wurde argumentiert. Mit der Realisierung von mehreren Kleinkraftwerken könne eine ebenso positive Umweltbilanz erreicht werden wie mit dem Bau von wenigen Grossanlagen.

Nein zu Rückweisung

Ein Rückweisungsantrag von Klaus Schuler, Bürglen, der eine Ausnahmeregelung für bereits bestehende Projekte gefordert hatte, scheiterte aber vor der Schlussabstimmung nur knapp. Es musste zweimal abgestimmt werden, bis die beiden Weibel das Handmehr ausgemacht hatten. Sowohl Gegner wie Befürworter hatten offensichtlich mobilisiert. Der Ring auf dem Lehn war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung oder im E-Paper.