Altdorf
Korporationsrat Uri stimmt gutem Rechnungsabschluss zu

Einstimmig Ja sagt der Korporationsrat Uri auch zu einem Projektbeitrag an einen neuen Bewirtschaftsungsweg Gemsfaier auf dem Urnerboden.

Markus Zwyssig
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Der Korporationsrat Uri hiess eine positiv abschliessende Jahresrechnung 2020 gut.

Der Korporationsrat Uri hiess eine positiv abschliessende Jahresrechnung 2020 gut.

Markus Zwyssig (Altdorf, 16. April 2021)

Der Korporationsrat Uri durfte an seiner Sitzung am Freitag im Uristiersaal in Altdorf erfreuliche Zahlen zur Kenntnis nehmen. Die Korporation Uri sei relativ krisenresistent, stellte Verwalter Lukas Wyrsch bei der Präsentation der Jahresrechnung 2020 fest. Er blickte trotz Corona auf ein sehr gutes Geschäftsjahr zurück. Die Jahresrechnung 2020 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 237'846 Franken. Das entspricht einem Plus von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Budgetiert waren 17'775 Franken. Gegenüber den Budgetvorgaben konnten die Einnahmen um rund 865'000 Franken auf 6,78 Millionen Franken gesteigert werden. Auf der Aufwandseite resultieren insgesamt 6,54 Millionen Franken, was 645'000 Franken mehr als budgetiert sind.

Die Mietliegenschaften sind gemäss Lukas Wyrsch sehr gut ausgelastet. Deshalb liegen die Zahlen der Mietzinserträge über dem Budget. Nach dem Auszug der Bristenpraxis aus dem Gebäude der Korporation Uri an der Gotthardstrasse 3 in Altdorf können ab Mitte Jahr verschiedene Räumlichkeiten an die Theiler Landschaft GmbH vermietet werden.

Der Korporationsrat Uri hiess sowohl die Rechnung 2020, als auch den Geschäftsbericht 2020 gut.

Bessere Erschliessung hilft insbesondere der Tiergesundheit

Der Korporationsrat genehmigte 123'750 Franken an einen Bewirtschaftungsweg Gemsfaier der Hirteverwaltung Fiseten-Alplen auf dem Urnerboden. Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich insgesamt auf 687'500 Franken. «Der Bewirtschaftungsweg ist kein Luxus, sondern vielmehr eine der Zeit entsprechende Investition», sagte Korporationsvizepräsident und Weidchef Kurt Schuler. Dadurch könne die Gesundheit der Tiere verbessert und diese besser behandelt und abtransportiert werden. Im Gebiet gibt es Probleme mit einer Klauenkrankheit bei Rindern, der sogenannten Schlegelfäule. Zur Bekämpfung beitragen sollen die Trockenlegung von Wegen und gesonderte Weidegebiete.

Ruth Sommer Zgraggen aus Altdorf wurde einstimmig das Bürgerrecht der Korporation Uri erteilt.

Stefan Jauch sieht Wille und Bereitschaft, macht aber auch Potenzial aus

Der Altdorfer Korporationsrat Stefan Jauch.

Der Altdorfer Korporationsrat Stefan Jauch.

Bild: Markus Zwyssig (16. April 2021)

Der Altdorfer Korporationsrat Stefan Jauch bedankte sich für die «klaren, aber auch ausführlichen Antworten» auf seine Interpellation für Massnahmen zur Förderung des Absatzes des einheimischen und Schweizer Holzes. Den Ausführungen des Engeren Rats sei zu entnehmen, dass der Wille und die Bereitschaft da seien, Projekte von Waldbesitzern und -bewirtschaftern zu fördern. «Was die regionale Zusammenarbeit und die Vermarktung des Holzes betrifft, gibt es noch Potenzial», gab sich Stefan Jauch überzeugt. Bei der Wertschöpfung sei der Kanton Uri ins Hintertreffen geraten. Zurückzuführen sei das auf die Schliessung verschiedener Sägereien. Der Altdorfer Korporationsrat gab sich überzeugt:

«Der Wald und das Urner Holz bieten viele zusätzliche Leistungen, die man mit Holz aus der Ukraine nicht bekommt: Der Schutz der Bevölkerung, ein gepflegter Wald als Erholungsraum und als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen.»

Korporationspräsident Rolf Infanger leitete am Freitag die letzte Sitzung des Korporationsrats Uri. Zum Abschied wurde er mit einem grossen Grill beschenkt. Dieser soll dazu beitragen, dass es ihm nach seinem Rücktritt als Präsident nicht langweilig wird.

Vizepräsident Kurt Schuler lobte die Verdienste des abtretenden Präsidenten Rolf Infanger. Er habe stets pragmatisch mit dem Gespür für das politisch Mögliche gehandelt. «Dabei hat er nie die Übersicht verloren und ist stets sehr souverän aufgetreten.» Rolf Infanger wurde 2004 als Vertreter der Gemeinde Silenen in den Korporationsrat Uri gewählt. An der Korporationsgemeinde vom 3. Mai 2009 wählten ihn die Korporationsbürgerinnen und Korporationsbürger zum Vizepräsidenten und am 5. Mai 2013 zum Präsidenten der Korporation Uri. Rolf Infanger bedankte sich seinerseits für die «wundervolle Zeit», die er in den vergangenen 17 Jahren habe verbringen dürfen.

Vizepräsident Kurt Schuler (rechts) beschenkt den abtretenden Präsidenten der Korporation Uri Rolf Infanger mit einem grossen Grill.

Vizepräsident Kurt Schuler (rechts) beschenkt den abtretenden Präsidenten der Korporation Uri Rolf Infanger mit einem grossen Grill.

Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 16. April 2021)

Korporationsgemeinde auf dem Lehn wird durchgeführt

Die Korporationsgemeinde am Sonntag, 2. Mai, auf dem Lehn in Altdorf kann stattfinden. «Verbunden ist dies aber mit Einschränkungen», wie Korporationspräsident Rolf Infanger am Freitag sagte. So wird auf den festlichen Einzug verzichtet und es spielt keine Musik. Zudem kann der Bevölkerung kein Mittagessen angeboten werden. Auf dem Lehn wird kein Ring aufgestellt, dafür aber der benötigte Raum entsprechend abgegrenzt. «Alle Besucher der Korporationsgemeinde werden auf dem Areal genügend Platz haben», versicherte Rolf Infanger. Ab 10.30 Uhr werden die beiden Zugänge zur Versammlung im Freien geöffnet. Es gilt Maskenpflicht und die Teilnehmer müssen ihre Kontaktdaten angeben. Die Korporationsgemeinde beginnt um 11 Uhr. Im Zentrum steht dabei die Wahl des Führungstrios der Korporation Uri: Kurt Schuler aus Altdorf wird als neuer Präsident vorgeschlagen. Wendelin Loretz aus Silenen soll neuer Vizepräsident werden. Verwalter Lukas Wyrsch aus Attinghausen stellt sich einer Wiederwahl.