Altdorf

Ludothek rechnet mit einem Verlust

Der Altdorfer Spieleverleih hat auf verschiedene Anlässe verzichten müssen.

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Die Spielnacht – hier jene von 2019 – fand heuer nicht statt.

Die Spielnacht – hier jene von 2019 – fand heuer nicht statt.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 15. November 2020)
(pd/lur)

Alle zwei Jahre findet die Generalversammlung der Ludothek Altdorf statt, dieses Jahr bereits zum 17. Mal. Als Lokalität boten die grosszügigen Räumlichkeiten von Triff-Altdorf ideale Bedingungen, die GV mit den umfassenden Schutzmassnahmen physisch durchzuführen. Präsidentin Graziella Schuler freute sich entsprechend, die anwesenden Mitglieder persönlich und einzelne via Onlineübertragung begrüssen zu dürfen, musste doch der im vergangenen Frühjahr geplante Anlass infolge der Pandemie abgesagt werden.

Die Jahresrückblicke der vergangenen zwei Jahre zeigten anhand der zahlreichen Anlässe die vielseitige Lebendigkeit der Ludothek auf. Anders sah es in diesem Jahr aus: Die «Zäme spilä»-Anlässe für Kinder, Erwachsene und Mitarbeitende, das Kinderfestival oder die Spielnacht mussten teils ersatzlos gestrichen werden. Auch viele Anlässe von Firmen, Vereinen, Schulen oder Kirchgemeinden fielen aus und vor allem die Gross-, Outdoor- und Partyspiele blieben unbenutzt im Lagerraum liegen.

Keine Ausleihe während zweier Monate

Im Lockdown musste auch der Ausleihbetrieb während rund zweier Monate geschlossen werden. Diese und die Zeit davor blieben jedoch nicht ungenutzt. In Angleichung mit dem Verband der Schweizer Ludotheken wurde ein Schutzkonzept entwickelt und umgesetzt, Spiele eingekauft, Reparaturen getätigt, die Website überarbeitet, Pläne für die Schaufenstergestaltung präzisiert und vieles mehr.

Nachdem die beiden vergangenen Betriebsjahre zu einer positiven beziehungsweise ausgeglichenen Jahresrechnung führten, muss für dieses Jahr wegen Mindereinnahmen bei den Spielanlässen und den Ausleihen mit einem negativen Ergebnis gerechnet werden. Dank vieler ehrenamtlichen Arbeitsstunden, der zurückhaltenden Ausgaben und der finanziellen Unterstützung Dritter verfügt die Ludothek jedoch über eine stabile Vermögenssituation.

Mehrere Dienstjubilare konnten geehrt werden

Auch Dienstjubiläen konnten an der GV verkündet werden. Priska Anselmi, Rita Epp, Astrid Müller und Monika Stählin Maillard konnten für zehn Jahre Engagement geehrt werden. Vreni Medici konnte zu 20 Jahren, der langjährigen ehemaligen Präsidentin Esther Marbet zu 30 Jahren und Irene Kölliker – seit Bestehen der Ludothek dabei – zu 35 Jahren gratuliert werden.

Das Zitat «Nichts ist so beständig wie der Wandel» trifft auch auf die Ludothek zu. Bereits in diesem Frühjahr kam es zu einem Wechsel im Vorstand. Für die abtretenden Vorstandsmitglieder Priska Anselmi (Spielanlässe) und Rita Epp (Öffentlichkeitsarbeit) folgten Manuela Furrer und Nadia Latzel-Perren. Auch mussten zwei Austritte entgegengenommen werden. Ein herzliches Dankeschön gebührt Patricia Sicher, die mit viel Herzblut die «Zäme spilä»-Kinder während fünf Jahren angeleitet hat und insbesondere Josef Gasser, der in den vergangenen zwölf Jahren unzählige Räder gewechselt, Schrauben angezogen, Spiele restauriert und repariert hat und immer eingesprungen war, wenn Not am Mann herrschte. Mit Simon Baumgartner konnte zudem ein geschickter Handwerker gefunden werden, der den Fahrzeugpark und das Grossspielsortiment in Schuss hält.

Diverse Anlässe für kommendes Jahr geplant

Auf das kommende Vereinsjahr blickt die Ludothek mit viel Optimismus und hofft, mit der Präsenz am Street-Food-Festival Tells Kitchen im Juni 2021, an der 1.-August-Feier und den «Zäme spilä»-Anlässen einem grossen und kleinen Publikum unbeschwerte Spielstunden bescheren zu können.

Hinweis Weitere Informationen zum Jahresprogramm der Ludothek sind auf www.ludothek-altdorf.ch zu finden.