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ALTDORF: Luzerner Bläser-Septett spielt feurige Musik

In ungewöhnlicher Besetzung und auf höchstem musikalischem Niveau hat das Lucerne Brass Ensemble sein Können präsentiert.
Die jungen Musiker des Lucerne Brass Ensembles überzeugen mit Herzblut, Präzision und Dynamik. (Bild: PD)

Die jungen Musiker des Lucerne Brass Ensembles überzeugen mit Herzblut, Präzision und Dynamik. (Bild: PD)

Die reinen, warmen Klänge der sieben Blechblasinstrumente passten prima zum Ausklang eines schönen Spätherbsttages. Das Konzert des Lucerne Brass Ensembles im Theater Uri mit dem Titel «Brass on fire» begeisterte mit feurigen Melodien und warmen Harmonien. Die Musikerin und die sechs Musiker dieses Septetts, alle Profis, konnten die Zuhörer am Sonntagabend mit ihrem Spiel in den Bann ziehen. Das Konzert in Altdorf setzte den Schlusspunkt unter die Konzerttournee des Ensembles. Das hatte einen Grund: Posaunist Manuel Imhof ist in Seedorf aufgewachsen.

Instrumente im Dialog

Von Beginn weg spürte man im gut besetzten Theater Uri die Spielfreude und Begeisterung der sieben jungen Musiker. Die Luzerner Brass-Formation agiert in einer ganz eigenen Besetzung: drei Trompeten, ein Althorn, ein Eufonium, dazu eine Posaune und eine Tuba. Damit wird ein besonderes Klangbild erreicht. Die Musiker spielten mit grosser Präzision. Das verlangte von allen äusserste Präsenz, denn kein Dirigent stand vor ihnen und gab die Einsätze. Das Ensemble zeigte eine grosse Bandbreite an Dynamik – vom leisesten Piano bis zum grossen Forte. Dass zum Beispiel eine Trompete so leise und glasklar gespielt werden kann, hört man selten. Für Begeisterung sorgte auch die Klangreinheit vom Anfang bis zum Schluss des Konzertes. Die Harmonien kamen deshalb voll zur Geltung. Weil jedes Instrument auch solistisch eingesetzt wurde, entstanden Dialoge zwischen den einzelnen Instrumenten. In «Brass on Fire» hatten alle Stücke einen Bezug zum Feuer, sei es Monteverdis «Orpheus in der Unterwelt» oder Richard Wagners «Die Walküre, Wotans Abschied und Feuerzauber». Als Kontrast dazu spielte ein Quartett ohne Trompeten das alte deutsche Volkslied «Kein Feuer, keine Kohle» – so schön, dass es zum Mitsummen anregte. Gilles Rochad komponierte im Auftrag des Ensembles «Fire In The Blood!», ein anspruchsvolles, abwechslungsreiches Stück. Bem «s’Zündhölzli» legte Roger Müller sein Althorn beiseite und sang in Berndeutsch dieses bekannte Lied von Mani Matter. Die begleitenden Instrumente untermalten den Song mit Klängen, die an Feueralarm und Martinshorn erinnerten.

Zeichen in der «Blechwelt» setzen

Die Musiker des Lucerne Brass Ensembles kommen aus verschiedenen Regionen der Schweiz und haben sich im Jahr 2011 in Luzern zusammengeschlossen. Sie wollen mit viel Herzblut, Engagement und einer einzigartigen Besetzung Zeichen setzen in der «musikalischen Blechwelt», wie sie selber erklären. Das ist ihnen zweifellos gelungen. Es war ein abwechslungsreiches musikalisches Erlebnis auf allerhöchstem Niveau.

Für das Jahr 2016 wird wieder eine Tournee geplant, auch dann soll Altdorf einer der Konzertorte sein, wie der Seedorfer Posaunist Markus Imhof versicherte. Man darf sich jetzt schon darauf freuen.

Paul Gisler-Schürch

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