Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ALTDORF: Marianne Kuster lädt dazu ein, in abstrakte Welten einzutauchen

Farben, Formen, Natur und Tiere: Marianne Kuster verarbeitet Wahrnehmungen des Alltags zu Ungewöhnlichem.
Marianne Kuster vor einem ihrer neuen Bilder. (Bild: Robi Kuster (Altdorf, 17. 11. 2017))

Marianne Kuster vor einem ihrer neuen Bilder. (Bild: Robi Kuster (Altdorf, 17. 11. 2017))

«Ich würde zwar lieber mit andern Künstlerinnen zusammen ausstellen», meinte Marianne Kuster an der Vernissage am Freitagabend in der Galerie Niedervolta in Altdorf. Obwohl sie schon mehrere Ausstellungen realisiert habe, sei ihr der Aufwand, allein auszustellen, manchmal etwas zu gross. Sie war glücklich, dass so viele den Weg zu ihrer Ausstellung gefunden hatten.

Marianne Kuster ist keine Unbekannte im Kanton Uri. Seit Jahren ist sie hier künstlerisch tätig, hat aber auch schon an andern Orten der Schweiz ausgestellt. Nun kam die Anfrage von der Galerie Niedervolta. Zu sehen sind Werke, die in den vergangenen vier Jahren entstanden sind. Es ist eine bunte Welt, die sie dem Besucher zeigt, und es ist vor allem eine Welt, die sie beim Malen und Arbeiten selber erlebt und spürt.

Achtzig Bilder werden zu einem Panoptikum

Es benötigt Zeit, sich in diese Welt hineinzuversetzen. Am Freitagabend half dabei die Laudatorin Irène Elber. Im Anschluss an die Erklärungen war es für den Betrachter der Bilder einfacher, den Hintergrund und den Sinn der Darstellungen zu erkennen. Marianne Kuster ist keine Fotografin der Natur, sondern eher eine, die in sie eintaucht, um sie zu erfahren und auf ihre Art in ihrer künstlerischen Arbeit wiederzugeben. «Die Ausstellung betrifft Farben, Formen, Tiere, abstrakte Objekte und Anordnungen in der Fläche und im Raum», sagte Irène Elber. Durch genaueres Hinschauen konkretisieren sich Tiere als Vierbeiner, die einfach da sind und verharren. Die achtzig Bilder in der Ausstellung werden zu einem Panoptikum, in dem neue Bezüge gemacht werden können.

Je nach Standpunkt gibt es andere Bezüge. Die Arbeiten funktionieren sowohl als Gruppe als auch als Einzelbilder. Wie ­Irène Elber sagte, entspreche die Kunst der Situation von Marianne Kuster selber, wenn sie Spaziergänge durch die Natur mache. Aus diesem Fundus heraus hole sie verschiedene Wahrnehmungen und verarbeite sie zu etwas Neuem. Im Rückzug findet Marianne Kuster zu sich selber und kann ihre Freude an Farben und Formen ausleben. Die Affinität zu Tieren und der Natur ist in den Bildern spürbar.

«Für Marianne Kuster ist ein Bild erst fertig, wenn sie es durchlitten hat», so Irène Elber. Und weiter meinte sie, dass die Künstlerin etwas Ursprüngliches aus ihrem Mädchenleben bis in Alter bewahrt habe. Diese Hingabe gönne sie sich jeden Morgen in ihrem Atelier. Es gehe darum, Zeit zu haben zur Reflexion, den Sonnenstrahlen nachzublicken und zu staunen, wenn sich die Bergspitzen erhellen. Der Himmel ist manchmal hellgrau, blau, gräulich, bleifarben, beige-gelblich oder sonnengelb.

So ist es verständlich, dass ein Bild für sie und in sich stimmen muss, um es freizugeben. Bilder seien wie Kinder aus ihr geboren, und es benötige Zeit, um von ihnen Abschied nehmen zu können. Nun können die Besucher diese «entlassenen» Bilder in der Galerie Niedervolta betrachten und auf sich wirken lassen.

Robi Kuster

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Die Ausstellung in der Galerie Niedervolta dauert bis zum 17. Dezember und kann täglich von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.