ALTDORF: Maskierte Fasnächtler frönen dem Tanzfieber

Im «Uristier»-Saal fand am Samstag ein Maskenball statt. Organisator Beat Widmer ist mit der Premiere zufrieden. Im kommenden Jahr sollen die tanzfreudigen Fasnächtler erneut auf ihre Kosten kommen.

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Der Maskenball bot Gelegenheit zum Tanz in festlicher Atmosphäre. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 11. Februar 2017))

Der Maskenball bot Gelegenheit zum Tanz in festlicher Atmosphäre. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 11. Februar 2017))

Fasnächtlich gekleidete Paare wagten sich am Samstagabend aufs Parkett im «Uristier»-Saal der Dätwyler AG in Altdorf. Zahlreiche Tänzer trugen eine Maske oder waren geschminkt. Das Duo Stone Hill aus Thun spielte Oldies und Ohrwürmer. Zur guten Stimmung trug das fasnächtlich geschmückte Lokal bei. Das Licht im Saal war dezent farblich abgestimmt und sorgte für eine festliche Atmosphäre.

Die Idee zum Maskenball hatte Beat Widmer. «Viele, vor allem junge Leute, kennen das gar nicht mehr», sagt der Altdorfer Coiffeur. Früher sei das anders ge­wesen. «Maskenbälle zählten während Jahrzehnten zu den ­Höhepunkten der Fasnacht.» Mittlerweile seien die echten Maskenbälle fast gänzlich verschwunden. «Im Trend liegen Guggenfeste und Barfestivals.» Widmer wollte Gegensteuer geben und organisierte einen Maskenball. Das Echo war gut. Rund 100 Personen kamen zum Nachtessen. Dazu gesellten sich einige Maskeraden, die später dazu- stiessen. Das Publikum war altersmässig bunt gemischt. Die Jüngsten waren zwischen 25 und 35 Jahre alt, die Ältesten um die siebzig. Um 23 Uhr gab es eine musikalische Überraschung: Die Cojones de toro gaben ein lautstarkes Gastspiel.

Fachkundige Jury beurteilt die Maskeraden

Die Masken und der Spass am fasnächtlichen Treiben standen am Samstagabend im Mittelpunkt. Eine Jury mit Luca Schenardi, Lina Müller, Ursula Furrer und Josias Clavadetscher zeichnete die schönsten Maskeraden aus. Auch fürs witzigste «Chäszännä» gab es einen Preis.

«Es war ein wunderbarer Abend», sagte Widmer gestern. Er habe viele Feedbacks erhalten. Die Anregungen der Besucher, aber auch der Jury, werde er aufnehmen. Die meisten hätten ihm versichert, dass sie gerne wieder kämen, so Widmer. «Unser Ziel haben wir damit klar erreicht.» Nächstes Jahr soll wieder ein Maskenball stattfinden. Das genaue Datum steht noch nicht fest.

 

Markus Zwyssig

markus.zwyssig

@urnerzeitung.ch