ALTDORF: Moldawier droht Gefängnisstrafe

Am Mittwoch wurde vor Gericht über einen Moldawier verhandelt – in Abwesenheit des Angeklagten. Sein Cousin war von der Polizei auf der Flucht erschossen worden.

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Die Polizei suchte während Tagen nach dem verschwundenen Moldawier. (Bild: Keystone)

Die Polizei suchte während Tagen nach dem verschwundenen Moldawier. (Bild: Keystone)

Der Fall sorgte schweizweit für Aufsehen: Am 12. September 2012 hat ein Schwyzer Polizist auf der Ibergeregg einen 24-jährigen Moldawier erschossen. Daraufhin hat die Schwyzer Staatsanwaltschaft gegen den Polizisten ein Strafverfahren eröffnet. Gestern nun stand der Komplize des getöteten Moldawiers, sein Cousin, in Uri vor Gericht. Die Liste der dem 26-jährigen Mann aus Moldawien zur Last gelegten Straftatbestände ist lang: mehrfacher bandenmässiger, gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfacher Hausfriedensbruch, mehrfache Sachbeschädigung, Widerhandlung gegen das Ausländergesetz. Der Moldawier erschien gestern nicht persönlich vor Gericht. Er ist 10 Jahre des Landes verwiesen worden.

Viermal ist der Moldawier zusammen mit Komplizen in der selben Nacht in Schattdorf eingebrochen oder er war zumindest daran beteiligt. Dabei hat die Bande rund 110 000 Franken Deliktsgut erbeutet.

Die Staatsanwältin forderte gestern vor dem Landgerichtsvizepräsidium Uri eine unbedingte Freiheitsstrafe von 10 Monaten. Der Verteidiger hingegen plädierte auf eine bedingte Strafe von maximal 2 Monaten. Das Urteil des Landgerichtsvizepräsidiums Uri wird den Parteien in den nächsten Tagen schriftlich zugestellt.

red

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