ALTDORF: Musikalische Vielfalt, die kaum zu überbieten ist

Im Theater Uri findet eine musikalische Buchvernissage mit zehn der einflussreichsten Persönlichkeiten der Schweizer Volksmusikszene statt.

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Auch der Urner Akkordeonist Fränggi Gehrig spielt beim Alpentöne-Prolog auf. (Bild: PD)

Auch der Urner Akkordeonist Fränggi Gehrig spielt beim Alpentöne-Prolog auf. (Bild: PD)

«Schweizer Volksmusik» – starke Wurzeln – frische Triebe!: So lautet die Überschrift zum Prolog-Konzert des Festivals Alpentöne vom Donnerstag, 17. August, im Theater Uri. Und diese Aussage ist Programm. Zehn der gegenwärtig einflussreichsten Persönlichkeiten der Schweizer Volksmusikszene, nämlich Dani Häusler (Klarinette), Markus Flückiger (Schwyzerörgeli), Fränggi Gehrig (Akkordeon), Andreas Gabriel (Geige), Heinz della Torre (Trompete), Pius Baumgartner (Klarinette), Pirmin Huber (Kontrabass), Marion Suter (Klavier), ­Roland Küng (Hackbrett) und Mauro Garbani (Organetto), bestreiten erstmals ein gemein­sames Konzert, das in Bezug auf die musikalische Vielfalt kaum zu überbieten sein wird.

Ein grosses Publikations­projekt der Gesellschaft für die Volksmusik in der Schweiz (GVS) hat diese hervorragenden Instrumentalisten und Komponisten zusammengeführt. Sie wurden beauftragt, ihre volksmusikalischen Wurzeln zu erforschen und prägende Persönlichkeiten zu benennen, die das Spiel auf ihren spezifischen Instrumenten beeinflussten. Die spannenden Texte sind im Anhang der Neuauflage des Buches «Schweizer Volks­musik» von Dieter Ringli abgedruckt. Die kurze Buchvorstellung findet ebenfalls am Konzertabend im Theater Uri statt, der vom Haus der Volksmusik Altdorf, der GVS und dem Mülirad-Verlag, Altdorf, in Zusammenarbeit mit dem Festival Alpen­töne veranstaltet wird.

Altmeisterstücke und Neuinterpretationen

Beim Lesen dieser Texte wird schnell klar, mit welch grosser Hochachtung über das Musizieren und Komponieren zum Teil längst verstorbener Musikanten berichtet wird, obwohl die Autoren inzwischen der Volksmusik mit einem völlig neuen Verständnis begegnen. Die Idee lag nun auf der Hand, in einem grossen Konzert den Fluss von den starken Wurzeln der Tradition zu den neuen Trieben der Innovation aufzuzeigen. Eindrucksvolle Altmeisterstücke und erfrischende Neuinterpretationen und -kompositionen werden sich dabei abwechseln und ganz im Sinne der beteiligten Musikerinnen und Musiker respektvoll begegnen.

Immer ein Instrument und ein Interpret

In jedem der kurzen Konzertblöcke stehen ein Instrument und dessen Interpret im Mittelpunkt, während die Begleitmusiker je nach Bedarf ausgewechselt werden. Dabei werden weitere Musikerinnen und Musiker eingesetzt, die an diesem Projekt beteiligt sind: der Buchautor und Gitarrist Dieter Ringli, der Verleger und Bassist Peter Gisler, der Buch-Projektleiter und Cellist Fabian Müller sowie die Geigerinnen Barbara Betschart und Barbara Kamm, die auch das Programm moderieren werden. Bilder und kurze Texte bieten zusätzliche Informationen zu den gespielten Titeln und Komponisten.

Die Konzertgäste werden beim Prolog zum Alpentöne-Festival er­le­ben können, wie sich Tradition und Innovation genussreich begegnen und sich auch gegenseitig bereichern. Offene Gräben zwischen Alt und Neu sind bei diesem Konzert keine zu erkennen. (red)

Hinweis

«Schweizer Volksmusik» – starke Wurzeln – frische Triebe! Donnerstag, 17. August, 20 Uhr, Theater Uri, Abendkasse: 20 Franken; mit Festivalpass freier Eintritt.