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ALTDORF: Musikertrio widerfährt seltene Ehre

Lea Ziegler Tschalèr, Michel Truniger und Christian Zgraggen haben die Altdorfer Medaille erhalten. Dies für ihr breites musikalisches Wirken und die Bereicherung des kulturellen Angebots.
Urs Hanhart
Gemeindepräsident Urs Kälin mit den Preisträgern Michel Truniger, Lea Ziegler Tschalèr und Christian Zgraggen (von links). (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 28. April 2017))

Gemeindepräsident Urs Kälin mit den Preisträgern Michel Truniger, Lea Ziegler Tschalèr und Christian Zgraggen (von links). (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 28. April 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Im Dachstockzimmer des Gemeindehauses in Altdorf ging gestern ein Ereignis mit Seltenheitswert über die Bühne. Mittlerweile ist es bereits über drei Jahre her, seit der Mundartforscher Felix Aschwanden als bisher Letzter mit der Verleihung der Altdorfer Medaille beehrt wurde. Diese Auszeichnung, mit der herausragende Leistungen zu Gunsten der Öffentlichkeit und im Speziellen für die Gemeinde Altdorf gewürdigt werden, wurde 1991 aus der Taufe gehoben.

Nun ist die lange Verleihungsdurstrecke vorbei. Gemeindepräsident Urs Kälin überreichte gestern im Rahmen einer kleinen Feier gleich drei Musikern die begehrte Medaille. Namentlich handelte es sich um Lea Ziegler Tschalèr, Michel Truniger und Christian Zgraggen. Alle drei erhielten darüber hinaus auch noch eine Urkunde mit folgendem Wortlaut: «In Verdankung und Anerkennung des musikalischen Schaffens, der langjährigen, wesentlichen Bereicherung des Kulturangebotes der Gemeinde Altdorf und speziell in Würdigung des hochgeschätzten Beitrags zur Nachwuchsförderung in der klassischen Musik.»

Ein Glücksfall für Altdorf

In seiner Begrüssung konnte sich Urs Kälin eine augenzwinkernde Bemerkung nicht verkneifen, meinte er doch: «Als Gemeindepräsident muss man an vielen eher unangenehmen Veranstaltungen teilnehmen. Es gibt aber auch einige wenige der angenehmen Art. Der heutige Anlass gehört zweifellos zur erfreulichen Kategorie.»

Kälin hielt auch die Laudatio für die Preisträger. Er wies darauf hin, dass alle drei vieles miteinander verbinde. Es gebe auffällige Gemeinsamkeiten, was ihren Werdegang sowie ihre beruflichen und künstlerischen Tätigkeiten betreffe. «Zunächst ist da sicher die grosse Leidenschaft für die Musik und speziell für die klassische Musik. Sie alle stammen aus dem Kanton Uri, haben hier Interesse für die Musik entwickelt, auswärts studiert und sind irgendwann nach Uri zurückgekommen.» Das sei keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Glücksfall, «denn alle drei hätten mit ihren vielfältigen Talenten zweifellos auch andernorts Erfolg gehabt und Karriere machen können», so der Gemeindepräsident.

Ziegler, Truniger und Zgraggen haben in verschiedenen Funktionen zum Musikleben beigetragen und tragen auch weiterhin dazu bei: als versierte Instrumentalisten und Solokünstler, als Initianten von Projekten und Anlässen sowie als Musikpädagogen. Zudem sind alle auch in der musikalischen Führung tätig, sei es als Dirigent, Chorleiter, Konzertmeister oder Stimmführer.

Vermittler von klassischer Musik

Ganz speziell hob Kälin die Verdienste der Preisträger in der Nachwuchsförderung hervor. Bei Jungen habe die klassische Musik keinen leichten Stand. Sie gelte für viele als verstaubt, in Konventionen erstarrt, repetitiv, rückwärtsgewandt und elitär. Den Preisträgern sei es gelungen, mit neuen Formaten und Projekten eine Öffnung der klassischen Musik gegenüber den zeitgenössischen Musikrichtungen und anderen musikalischen Präferenzen zu erwirken. Sie hätten sich als Vermittler von klassischer Musik einen Namen gemacht, und es sei ihnen auch gelungen, ein jüngeres Publikum für diese Musikrichtung zu begeistern.

Die Preisträger nahmen die Auszeichnung mit grosser Freude entgegen. Zur Bedeutung dieses Preises sagte Lea Ziegler: «Für mich ist der Erhalt dieser Medaille eine grosse Ehre. Das ist eine Motivation, im gleichen Stil weiterzumachen.» Ganz ähnlich äusserte sich auch Christian Zgraggen: «Die Verleihung der Medaille ist eine grosse Anerkennung. Ein Konzert ist jeweils nur das Dessert. Im Vorfeld gilt es jeweils, viel Arbeit zu leisten.» Und Michel Truniger sagte: «Für mich war es eine sehr freudige Überraschung, als ich erfuhr, dass wir diese Auszeichnung erhalten. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich sehe darin eine Wertschätzung unserer Arbeit.» Besonders schön sei, dass er gleichzeitig mit Lea Ziegler Tschalér und Christian Zgraggen die Medaille entgegennehmen durfte. «Wir machen schon seit Jahren gemeinsame Projekte und pflegen auch sonst einen engen Kontakt.»

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