Altdorf
Nach langer Bühnenabstinenz: Musikverein Seedorf präsentiert «Wind and Voice»

Mit gleich vier Urner Sängerinnen tritt der Musikverein Seedorf nach langer Pause wieder auf die Bühne. Im Theater Uri gibt es Originalkompositionen sowie massgeschneiderte Arrangements zu hören.

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Die vier Sängerinnen Noemi Auf der Maur, Lise Kerkhof, Stephanie Gisler und Clelia Arnold (von links) sowie Dirigent Michel Truniger.

Die vier Sängerinnen Noemi Auf der Maur, Lise Kerkhof, Stephanie Gisler und Clelia Arnold (von links) sowie Dirigent Michel Truniger.

Bild: PD

Für das erste Konzert nach der fast 18-monatigen Coronapause hat sich der Musikverein Seedorf etwas Spezielles einfallen lassen. Denn mit dem rund 60-köpfigen Blasorchester stehen am 20. November beim Konzert «Wind and Voice» gleich vier junge Urner Sängerinnen auf der Bühne: Clelia Arnold, Stephanie Gisler, Noemi Auf der Maur und Lise Kerkhof. «Ich freue mich sehr auf die Konzerte», so die Schattdorferin Clelia Arnold. «Es ist für mich ein tolles Erlebnis, mit meinen drei Mitsängerinnen und einem so grossen Blasorchester auf der Bühne stehen zu können.» Schon die gemeinsamen Proben hätten ausserordentlich gutgetan, insbesondere nach der langen «Bühnenabstinenz». «Wir Sängerinnen und der MV Seedorf, das passt einfach, da stimmt die Harmonie», so Clelia Arnold.

Der Schwyzer Musiker Hansjörg Römer hat den vier Sängerinnen und dem Musikverein Seedorf verschiedene Melodien auf den Leib geschrieben. «Das Konzertprogramm vereint dabei Klassiker aus Jazz und Musicals mit Melodien, welche man wohl weniger kennt», so Dirigent Michel Truniger. «Die Auswahl der Werke hat der Verein gemeinsam mit den vier Sängerinnen vorgenommen.» Auch für den Urner Musiker waren einige der ausgewählten Melodien zunächst noch unbekannt.

«Das macht sowohl die Probenarbeit für uns spannend als auch den Konzertabend für die Besucherinnen und Besucher»,

ist Michel Truniger überzeugt. Welche Werke gespielt werden, wird erst am Konzertabend verraten.

«Ghost Ship» als technische Herausforderung

Mit der Originalkomposition «Ghost Ship» des spanischen Komponisten José Alberto Pina stellt sich der Musikverein Seedorf einer aussergewöhnlichen Herausforderung. Das für das Gran Canaria Wind Orchestra geschriebene Werk fordert das Blasorchester nicht nur technisch, sondern auch durch den Einsatz eines elektronischen Soundtrack-Samples, welches parallel zur live gespielten Musik abgespielt wird. «Dieses Zusammenspiel ist sowohl für die Techniker des Theaters Uri als auch für die Musikerinnen und Musiker des Vereins eine spezielle Erfahrung», so Michel Truniger. Das rund 16-minütige Werk «Ghost Ship» zählt zu den Höhepunkten des Konzerts.

Das Konzert im Theater Uri ist für den MV Seedorf der erste öffentliche Auftritt seit dem Frühjahr 2020. Entsprechend freuen sich die Vereinsmitglieder, am Samstag, 20. November, wieder einmal ein Konzert spielen zu können. Mit einem ähnlichen Programm hatte der Verein bereits im vergangenen Jahr ein Konzert im Theater Uri geplant, dabei machten aber die Coronamassnahmen des Bundes einen Strich durch die Rechnung. «Bereits bei den ersten Proben im August hat man aber die Spielfreude der Musikantinnen und Musikanten gespürt. Man hat gemerkt, dass den Vereinsmitgliedern während der vergangenen Monate etwas gefehlt hat», so Vereinspräsident Wädi Wipfli. (pd/RIN)

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