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ALTDORF: Neuer Weg öffnet einem die Ohren

Der Urner Hauptort ist um eine weitherum einzigartige Attraktion reicher. Mit dem neuen Hör- und Erlebnisweg werden verschiedene Ziele verfolgt.
Urs Hanhart
Initiantin Irena Zurfluh-Müller und Präsident Pro Audito Schweiz, Georg Simmen, probieren einen Hörtrichter am Erlebnisweg aus. (Bild Urs Hanhart)

Initiantin Irena Zurfluh-Müller und Präsident Pro Audito Schweiz, Georg Simmen, probieren einen Hörtrichter am Erlebnisweg aus. (Bild Urs Hanhart)

Urs Hanhart

Dutzende gelbe Gummientchen, allesamt mit einer Nummer versehen, lieferten sich am Samstagvormittag im Altdorfer Dorfbach ein mehrere hundert Meter langes Rennen. Jene, die als erste die Brücke bei der Bauerei Stiär Biär erreichten, wurden mit einem attraktiven Wettbewerbspreis belohnt. Mit diesem originellen und nicht ganz ernst zu nehmenden Wettkampf wurde der offizielle Eröffnungsakt für den Hör- und Erlebnisweg lanciert, der in den vergangenen zweieinhalb Monaten neu gebaut wurde.

Anschliessend an das Wettrennen, dessen Erlös einem guten Zweck zukommen wird, wurde zum offiziellen Akt übergeleitet. Projektinitiantin Irena Zurfluh-Müller, Präsidentin von Pro Audito Uri, und Ständerat Josef Dittli war es vorbehalten, den Wanderweg mit dem Durchschneiden eines Bandes für die Bevölkerung freizugeben.

Für Hörprobleme sensibilisieren

Georg Simmen, Präsident von Pro Audito Schweiz, der bei der sehr gut besuchten Eröffnungsfeier als OK-Chef agierte, wies in seiner Begrüssung darauf hin, dass es sich beim Hör- und Erlebnisweg weitherum um etwas Einmaliges handle, zumindest im deutschsprachigen Raum. «Bei meinen Recherchen im Internet habe ich jedenfalls nichts Vergleichbares gefunden», sagte Simmen. «Diese Novität soll die Besucher dazu animieren, sich mit ihrem Gehör zu beschäftigen», führte Stimmen aus. «Unser Ziel ist es, die Menschen auf diesem Weg, der gleichzeitig ein Lehrpfad ist, für Hörprobleme zu sensibilisieren.» Und nicht zuletzt wolle man auch auf die wichtige Bedeutung der Organisation Pro Audito aufmerksam machen.

Für die Realisierung dieses Projekts, das etwas über 100 000 Franken kostete und hauptsächlich mit Beiträgen von Sponsoren, darunter die Urner Kantonalbank als Hauptgeldgeberin, finanziert wurde, musste kein neuer Weg erstellt werden. Der rund 2 Kilometer lange Abschnitt entlang des Dorfbachs war bereits vorher ein beliebter Spazierweg. Nun ist er durch insgesamt 13 Posten aufgepeppt worden. Der Hör- und Erlebnisweg beinhaltet unter anderem verschiedene Hörtrichter, ein Rohrtelefon und einen Summstein. Zudem hat er einen roten Faden in Form einer Geschichte. Diese dreht sich um das Löwenkind Leo, das in der Schule wegen Hörschwierigkeiten Mühe bekundet und letztlich durch ein Hörgerät die Probleme überwindet.

Ein nachhaltiges Projekt

Bei der Erstellung der neuen Attraktion legten sich viele freiwillige Helfer ins Zeug. Initiantin Irena Zurfluh nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten für ihren grossen Einsatz zu danken. «Ich bin stolz, dass es uns gelungen ist, dieses Projekt zu verwirklichen», sagte Zurfluh. «Nun hoffe ich, dass der Weg möglichst grossen Anklang findet und von vielen Interessierten begangen wird.»

Josef Dittli zeigte sich begeistert von der Neuheit. «Jeder, der diesen Weg durchwandert, wird anschliessend um einige wertvolle Erfahrungen reicher sein», so Dittli. «Alle Elemente haben einen hohen Ausbaustandard und sind auf Langlebigkeit ausgelegt. Hier handelt es sich zweifellos um ein sehr nachhaltiges Projekt.»

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