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ALTDORF: Pistenfahrzeugbauer Kässbohrer will nach Uri ziehen

Das renommierte Unternehmen Kässbohrer will in Uri 30 bis 40 Arbeitsplätze schaffen. Gespräche mit der Regierung sind geführt worden. Als Standort steht der Eyschachen im Vordergrund.
Bruno Arnold
Kässbohrer stellt unter anderem auch solche Pisten-Bullys her, die in vielen Skigebieten, wie hier auf Melchsee-Frutt, zum Einsatz kommen. (Bild: Robert Hess (Melchsee-Frutt, 12. März 2013))

Kässbohrer stellt unter anderem auch solche Pisten-Bullys her, die in vielen Skigebieten, wie hier auf Melchsee-Frutt, zum Einsatz kommen. (Bild: Robert Hess (Melchsee-Frutt, 12. März 2013))

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch


Das deutsche Familienunternehmen Kässbohrer hat sich auf die Entwicklung und Produktion im Bereich Fahrzeugtechnik, insbesondere die Herstellung und den Vertrieb von Fahrzeugen und Zusatzgeräten für Umweltpflege, Natur und Freizeit, spezialisiert. Einen Namen hat sich Kässbohrer nicht zuletzt als Hersteller von Pistenfahrzeugen (Pisten-Bully) gemacht.

Die Firma mit Hauptsitz im deutschen Laupheim zeigt grosses Interesse, sich auch in Uri niederzulassen. Remo Bulgheroni, Leiter der Kässbohrer-Zweigniederlassung Möriken-Wildegg AG mit Filialen in Chur und Sion, bestätigte gestern auf Anfrage entsprechende Recherchen unserer Zeitung. Im Gebiet Eyschachen in Altdorf sollen auf einer Fläche von zirka 5500 bis 6000 m2 rund 30 bis 40 Arbeitsplätze geschaffen werden. Bereits haben mehrere Gespräche mit Vertretern der Volkswirtschaftsdirektion Uri stattgefunden.

Hauptsächlich Service und Endmontage

In Altdorf würde Kässbohrer vor allem in den Bereichen Verwaltung, Verkauf, Service, Endmontage und Produktion von Spezialfahrzeugen, hauptsächlich von Pistenfahrzeugen, tätig sein. «Der Standort Altdorf ist aus meiner Sicht absolut ideal», betont Bulgheroni, der im Kanton Uri aufgewachsen ist und während über 15 Jahren die Schweizer Technoalpin-Filiale in Flüelen aufgebaut und geleitet hat. «In der Innerschweiz könnte mit der Kässbohrer-Niederlassung eine eigentliche Kompetenzoase für die Entwicklung, den Bau und den Unterhalt von Personentransportsystemen, von Seilbahnsteuerungen und -antrieben, Beschneiungsanlagen oder weiteren Infrastrukturen für Wintersportgebiete entstehen», ist Bulgheroni überzeugt. Das heisst: Betreiber von grossen Skigebieten könnten künftig in der Zentralschweiz im Umkreis von 20 bis 25 Kilometer neben Kässbohrer in Altdorf auch die Doppelmayr-Garaventa-Gruppe in Goldau (Seilbahnbau), die Sisag in Schattdorf und die Frey AG in Stans (Steuerungen), die Techno alpin in Flüelen (Beschneiungsanlagen) und die Remec AG in Altdorf (Softwarelösungen für Risikomanagement und Sorgfaltspflicht bei Seilbahnen) erreichen.

Bulgheroni gibt sich zuversichtlich

«Noch sind keine Verträge unterzeichnet», betont Bulgheroni. «Ich bin jedoch zuversichtlich.» Im Mai oder Juni finden erneut Gespräche zwischen der Kässbohrer-Unternehmensleitung sowie den Verantwortlichen der Volkswirtschaftsdirektion Uri statt. «Dann sollen nach Möglichkeit Nägel mit Köpfen gemacht werden», so der Leiter der Schweizer Niederlassung.

Camenzind erwartet neuen Drive

«Es sieht gut aus», sagt auch der Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. «Die Verhandlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.» Das Kässbohrer-Interesse sei aber ein äusserst positives Signal für den Wirtschaftsstandort Uri. Es zeige auch, dass die Strategie der Urner Regierung mit dem Entwicklungsschwerpunkt unteres Reusstal richtig gewesen sei. «Klappt es mit Kässbohrer, könnte dies durchaus neuen Drive bringen und den Eyschachen zu einem Cluster werden lassen», sagt Camenzind.

Rund 80 Prozent der Urner Bevölkerung leben im Talboden. Auch die Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetriebe konzentrieren sich auf dieses Gebiet. Rund um den Bahnhof Altdorf will der Kanton Uri die Wirtschafts-, Siedlungs- und Verkehrsinfrastrukturen sorgfältig aufeinander abstimmen.

Erschliessung wird etappiert

In den nächsten Jahren sollen im Eyschachen schrittweise Parzellen verkauft und bebaut werden. Die Erschliessung der Parzellen mit den notwendigen Strassen und Werkleitungsinfrastrukturen wird durch den Kanton sichergestellt. Der Bau der Erschliessung wird etappiert und passt sich dem Fortschritt des Verkaufs der Parzellen an. Eine erste Etappe sieht den Bau der Strassen sowie Werkleitungen im südlichen Bereich der Werkmatt vor.

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