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ALTDORF: Posaune trumpft an der Orgelnacht auf

Virtuose Posaunenklänge sollen morgen die Zuhörer der Orgelnacht begeistern. Nach einem Jahr intensiven Proben kommt Philipp Gisler nun auf die grosse Bühne.
Barbara Domedi probt mit Philipp Gisler.Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 16. November 2016)

Barbara Domedi probt mit Philipp Gisler.Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 16. November 2016)

Hoch über den Kirchenbänken sitzt Barbara Domedi-Tresch an der Orgel. Neben ihr steht Philipp Gisler und legt ein virtuoses Posaunensolo hin. Solche Passagen werden die Zuschauer an der Orgelnacht zu hören bekommen. Sehen sollen sie aber nicht viel: Die Kirche wird von Kerzen beleuchtet sein. «Die Besucher sollen etwas Aussergewöhnliches sehen», so Gisler.

Philipp Gisler und Barbara Domedi-Tresch haben seit dem Studium jährlich zusammengespielt. Nun treten sie erstmals im grösseren Rahmen auf. «Eine gewisse Anspannung ist da», sagt Gisler. Die Orgelnacht sei eine andere Dimension als die «Freunde der Kirchenmusik», ein Format, bei dem Solisten Messefeiern begleiten. «Ich habe vorher die grosse Bühne gescheut», erklärt der leidenschaftliche Musiker die späte Premiere.

Sechs Monate intensives Üben

Die Musik war schon immer ein wichtiger Teil in Philipp Gislers Leben. In den letzten Jahren spielte er wenig Posaune. Seine Abende widmete er zeitweise bis zu drei Orchestern. «Da hatte ich wenig Zeit zu üben», erklärt Gisler. «Deshalb konnte ich kein Konzert wie dasjenige von morgen geben.» Nun habe sich das geändert. Gisler dirigiert nicht mehr, sondern ist Musikschulleiter. Somit hat er die Abende frei, um sich seines Instruments anzunehmen. «Ich wurde zum optimalen Zeitpunkt eingeladen», sagt Gisler.

Im letzten Jahr hat er sehr viel Zeit investiert. Zu Beginn habe er viel an der Technik gearbeitet. Ohne das könnte er so ein anspruchsvolles Konzert nicht spielen. «Seit sechs Monaten übe ich nun an den Konzertstücken», so Gisler. Seit drei Wochen proben Philipp Gisler und Barbara Domedi-Tresch gemeinsam. Trotz der Vorbereitungen sei die Anspannung auf das 40-minütige Konzert gross. «Bei mir fehlt die Konzertroutine», erklärt der Musikschulleiter. Bei den Orgelspielern sei das anders: «Sie haben fast wöchentlich einen Auftritt», sagt Gisler. «Trotzdem ist die Orgelnacht auch für sie etwas Besonderes.» Das, weil in der Messe komplexe Stücke schlecht ankommen. «An der Orgelnacht sind keine Grenzen gesetzt», so Gisler. Gemeinsam suchten Domedi-Tresch und Gisler nach Stücken für Posaune und Orgel. «Es gibt viele moderne Stücke für diese Kombination. Das hätte aber den Zuhörern nicht gefallen», so Philipp Gisler. Er möchte vielleicht in Zukunft ähnliche Konzerte geben. «Eine Solokarriere starte ich aber sicher nicht», ergänzt der Posaunist.

«Orgel kann sehr wuchtig und sehr fein klingen»

Die Zusammenarbeit mit der Orgel hat es Gisler angetan. Seit nicht weniger als 15 Jahren spielt er mit Barbara Domedi-Tresch zusammen. «Der Klang der Posaune mischt sich sehr schön mit der Orgel», schwärmt Gisler. Er ist begeistert von der Vielfalt des Kircheninstruments: «Sie kann sehr wuchtig, aber auch sehr fein klingen.»

Jessica Bamford

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