ALTDORF: Psychiatrie: Uri erweitert Angebot mit Tagesklinik

An der Gesundheitskonferenz stand die psychische Gesundheit im Mittelpunkt. Ein bewährtes Modell soll nun auch in Uri eingeführt werden.

Florian Arnold
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Ein Bewohner einer psychiatrischen Tagesklinik arbeitet an einem Holzspielzeug (Symbolbild Keystone).

Ein Bewohner einer psychiatrischen Tagesklinik arbeitet an einem Holzspielzeug (Symbolbild Keystone).

Psychisch angeschlagene Menschen haben häufig ein Problem, ihren Tag zu strukturieren. Die ambulante Behandlung reicht aber oft nicht aus, um die Menschen vor der Einlieferung in eine stationäre Klinik zu bewahren. Um diese Lücke zwischen ambulanter und stationärer Behandlung nun zu füllen, gibt es in Uri bald eine sozialpsychiatrische Tagesklinik. Diese soll im Oktober in Altdorf eröffnet werden. Der genaue Stadort wurde an der gestrigen Gesundheitskonferenz aufgrund laufender Verhandlungen noch nicht bekannt gegeben.

Schritt in Alltag besser schaffen

Erwachsenen wird in der Tagesklinik ein gewisser Rahmen geboten, damit sich ihre Krankheit nicht verstärkt. Die Einrichtung kann aber auch als Zwischenstopp nach einem stationären Klinikaufenthalt dienen. Die Patienten sollen das Angebot freiwillig in Anspruch nehmen können.

Neben Psychotherapien finden in der Tagesklinik Kreativ- und Bewegungstherapien sowie Gespräche statt. Das Fachpersonal begleitet die Menschen Alltäglichem, wie etwa beim Planen und Zubereiten einer Mahlzeit oder beim Umgang mit Finanzen. So soll ihnen der Schritt zurück in den Alltag ermöglicht werden.

Urner weniger in Behandlung

Gemäss Weltgesundheitsorganisation WHO wird die Depression in ein paar Jahren die häufigste Erkrankung der Welt sein. Auch in der Schweiz steigen die Zahlen stetig. Obwohl die Zentralschweiz im ganzen Land den geringsten Anteil von Personen mit Depressivität aufweist, zeigen auch hier die Zahlen der Klinikeintritte nach oben. Urner lassen sich bedeutend weniger oft behandeln als der schweizerische Durchschnitt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen LZ und im E-Paper.