ALTDORF: Raserfahrt endet vor Gericht

Sass eine Frau am Steuer, war es ihr Bruder oder eine Drittperson? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Dienstag das Landgerichtsvizepräsidium.

Markus Zwyssig
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Ein Raser wurde vorläufig festgenommen (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Ein Raser wurde vorläufig festgenommen (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Mit 120 statt mit erlaubten 80 Stundenkilometern donnerte ein Auto auf der Klausenstrasse in Unterschächen talwärts. Zwei Polizeibeamte hielten die grobe Verkehrsregelverletzung auf Video und auf einem Radarfoto fest. Die Staatsanwältin ist überzeugt, dass eine 28-jährige Urnerin das Auto steuerte. Sie sei der groben Verkehrsregelverletzung schuldig zu sprechen. Die Staatsanwältin fordert eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen. Dazu soll eine Busse kommen, die ein Viertel der Geldstrafe beträgt.

Der Verteidiger fordert einen Freispruch. Es gäbe Zweifel an der Schuld. Daher gelte der Grundsatz «Im Zweifel für die Angeklagte». Die Frau bestreitet nicht, am fraglichen Abend mit dem Auto, das der Bruder für eine Testfahrt ausgeliehen hatte, gefahren zu sein. Das Fahrzeug passierte mehre Male die Stelle, an der Polizeibeamte die Geschwindigkeitskontrolle vornahmen. «Ich bin bei der fraglichen Fahrt nicht gefahren», sagte Frau.