ALTDORF: «Schaut, dass ihr eine Nische findet»

Mit einer cleveren Strategie können alle Gemeinden vom Ferienresort in Andermatt profitieren. Das glaubt jedenfalls Samih Sawiris.

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«In Ägypten dauert die Prozedur für eine Baugenehmigung 4 Minuten, in der Schweiz 4 Jahre.» Samih Sawiris an der Herbstversammlung des Gemeindeverbandes Uri. (Archivbild Urs Hanhart/Neue UZ)

«In Ägypten dauert die Prozedur für eine Baugenehmigung 4 Minuten, in der Schweiz 4 Jahre.» Samih Sawiris an der Herbstversammlung des Gemeindeverbandes Uri. (Archivbild Urs Hanhart/Neue UZ)

An abgehaltene Herbstversammlung des Gemeindeverbandes Uri sagte der Investor, dass er den Anteil kalter Betten in Andermatt unbedingt in einem vertretbaren Rahmen halten möchte. «Ein solches Resort ist auf lange Sicht deutlich rentabler, wenn das ganze Jahr hindurch Leben herrscht. Der Verkauf von Zweitwohnungen bringt nur kurzfristigen Erfolg. Wir haben aber einen langfristigen Fokus.»

Die Behörden hätten es selber in der Hand, dafür zu sorgen, dass aus einem Dorf keine Geisterstadt werde. Bei seinem Ferienresort hatte er zunächst den Fehler begangen, den Zweitwohnungsverkauf zu forcieren - mit verheerenden, «eiskalten» Folgen. Dieser Lapsus konnte nur mit einem Sondereffort wieder ausgebügelt werden.

Den Versammelten gab der Gast folgenden Tipp: «Jeder sollte schauen, dass er eine kleine Nische zu bieten hat.» Er riet den Delegierten, eine Auflistung von Dienstleistungen, die im eigenen Dorf existieren, zu erstellen und diese an die Orascom weiterzuleiten.

Urs Hanhart

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag, 14. November in der «Neuen Urner Zeitung».