ALTDORF: So denkt der Zimmermann über die Kunst

Dani Inderkum begab sich am Donnerstag auf einen Rundgang durchs Haus für Kunst. Der 45-jährige Altdorfer betrachtete die Ausstellung mit Handwerkerblick.

Markus Zwyssig
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Lotti Etter betrachtet mit Dani Inderkum eine Arbeit von Hanna Roeckle. (Bild Urs Hanhart)

Lotti Etter betrachtet mit Dani Inderkum eine Arbeit von Hanna Roeckle. (Bild Urs Hanhart)

Er ist einer, der anpackt. Am Nachmittag befestigte Dani Inderkum neue Schindeln an einem alten Hausdach. Am Abend betrachtete der 45-jährige Altdorfer Zimmermann zusammen mit Kunstvermittlerin Lotti Etter auf einen Rundgang die aktuelle Ausstellung «Melencolia» im Haus für Kunst Uri. Als im Baubereich tätiger Holzkonstrukteur warf er einen besonderen Blick auf die Kunstwerke von Andreas Marti, Hanna Roeckle und Bernard Voïta. Und die gestrige Veranstaltung stiess auf Publikumsinteresse. Begleitet wurden die beiden nämlich von mehr als dreissig Besuchern. Für Dani Inderkum ist es im Alltag wichtig, dass seine Arbeit stabil ist und hält. «Ein Zimmermann hat im Alltag kaum Gelegenheit zum Experimentieren.» Anders sieht es in der Kunst aus. Marti, Roeckle und Voïta beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Materialien mit räumlichen Fragen. Forschend und analytisch setzen sie sich mit dem Bild, dem Objekt und der Umgebung auseinander.

Planen, berechnen, ausführen

Dani Inderkum bleibt auf dem Rundgang ganz der Praktiker. Er denkt nach, wie er die Objekte selber planen, berechnen und ausführen könnte. Und auf eine entsprechende Frage von Lotti Etter meinte Inderkum: «Es wäre auch spannend, selber Kunstwerke herzustellen.»

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