ALTDORF: So fein schmeckt der Klimawandel

Am Wochenende findet zum 8. Mal die Weinmesse Vinuri statt. Der Urner Winzer Robert Inauen sagt, warum er auf den Föhn und die Klimaerwärmung schwört.

Anian Heierli
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Robert Inauen in seinem Weinkeller im Suworow-Haus. Künftig will er Altdorfer Merlot produzieren. (Bild Urs Hanhart)

Robert Inauen in seinem Weinkeller im Suworow-Haus. Künftig will er Altdorfer Merlot produzieren. (Bild Urs Hanhart)

Unter dem Suworow-Haus in Altdorf liegt ein Schatz. Es ist nicht das Gold des russischen Generals. Nein, es sind die Weine und Schnäpse von Robert Inauen, die dort in Flaschen und Fässern lagern. Ihr Gesamtwert beläuft sich auf ein kleines Vermögen.

Inauen ist überzeugt, dass sein Urner Tropfen problemlos mit Erzeugnissen aus berühmten Weinregionen mithalten kann. Denn der Alpenföhn, der vom Gotthard her ins Tal bläst, lässt die Trauben reifen. Gerade im Herbst, kurz vor der Weinlese, arbeitet der warme Wind als regelrechter Traubenkocher. Deshalb und wegen der Klimaerwärmung gelte Uri mittlerweile schweizweit als Weinkanton, sagt Inauen.

Künftig wächst in Altdorf Merlot

Ab diesem Jahr will Inauen gemeinsam mit vier Kollegen in Altdorf einen neuen Rebberg bepflanzen. Geplant sind derzeit 6500 Rebstöcke. Die Weinbauern wollen mit neuen Sorten experimentieren. Eine davon ist der Rotwein-Rebsorte Merlot. Vor zwei Jahrzehnten wäre ein Merlot aus Uri noch undenkbar gewesen – das Wetter war zu kalt. Doch derzeit gebe es dank der Klimaerwärmung positive Versuche und Berichte aus dem Luzernbiet. Ein Versuch in Altdorf kann also nicht schaden.

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