ALTDORF: Spital ist grösster Lehrbetrieb für «FaGe's»

Am Kantonsspital Uri lassen sich zurzeit 28 junge Frauen zur Fachfrau Gesundheit (FaGe) ausbilden. In der Pflege hat sich viel verändert.

Franziska Herger
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Die Fage-Lernende Aleyna Özyürek nimmt im Kantonsspital einer Patientin Blut ab. Momentan gibt es in Uri keinen Mangel an Pflegekräften. (Bild Franziska Herger)

Die Fage-Lernende Aleyna Özyürek nimmt im Kantonsspital einer Patientin Blut ab. Momentan gibt es in Uri keinen Mangel an Pflegekräften. (Bild Franziska Herger)

Heidi Wipfli koordiniert als Leiterin Aus- und Weiterbildung Pflege am Kantonsspital Uri die Ausbildung von 28 angehenden Fachangestellten Gesundheit (Fage). Jeden August beginnen zehn neue Lernende die dreijährige Lehre. Damit ist das Spital der grösste Lehrbetrieb für Fages in Uri. «Die Logistik ist dabei nicht zu unterschätzen», sagt Silvia Rosery, Leiterin Pflegedienst. «Der ganze Betrieb bildet mit aus, das ist Teamarbeit.» Vor allem der Kontakt mit Menschen begeistere Jugendliche für die Fage-Ausbildung, so Rosery. «Man muss sozial gewandt sein und mit Nähe und Distanz umgehen können.» Auch intellektuelle Fähigkeiten sind wichtig.

Berufsbilder wandeln sich

In der Pflege hat sich in den vergangenen zwölf Jahren viel verändert. Wo es früher ausschliesslich Krankenschwestern und -pfleger gab, existieren seit 2002 mehrere Berufsgruppen. Konkret bedeutet dies, dass Fachangestellte Gesundheit neben der zweijährigen Lehre zum Assistent Gesundheit und Soziales einer der Pflegeberufe ist, in der man direkt nach der obligatorischen Schulbildung ohne Matura oder abgeschlossene Fachmittelschule einsteigen kann. Für die Ausbildung zur diplomierten Pflegefachfrau benötigt man dann aber entweder den Fage-Lehrabschluss, eine abgeschlossene Fachmittelschule oder die Matura.