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ALTDORF: Sportler sind Uris beste Botschafter

Sechs Teams, 42 Einzelsportler sowie sieben Funktionäre wurden am Freitagabend anlässlich der Urner Sportlerehrung im Theater Uri geehrt. Der Kanton und die Gemeinden tun alles, damit es gute Infrastrukturen für die Sportler gibt.
Paul Gwerder
Sieben der 42 am vergangenen Freitag im Theater Uri geehrten Urner Einzel- und Teamsportler; von links: Reto Indergand (Mountainbike), Andi Imhof (Schwingen), Aline Danioth (Ski alpin), Roman Schneider (Radball), Jolanda Annen (Triathlon), Dominik Planzer (Radball) und Nicolas Christen (Ringen). (Bilder: Paul Gwerder (Altdorf, 17. Februar 2017))

Sieben der 42 am vergangenen Freitag im Theater Uri geehrten Urner Einzel- und Teamsportler; von links: Reto Indergand (Mountainbike), Andi Imhof (Schwingen), Aline Danioth (Ski alpin), Roman Schneider (Radball), Jolanda Annen (Triathlon), Dominik Planzer (Radball) und Nicolas Christen (Ringen). (Bilder: Paul Gwerder (Altdorf, 17. Februar 2017))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

«Er trägt das aussergewöhnlichste Outfit des heutigen Abends»: So kündete Moderator Walter Tresch den höchsten Urner Sportler, Regierungsrat Beat Jörg, an. Trotz dieser «Vorwarnung» machte das Publikum am Freitagabend im voll besetzten Theater Uri grosse Augen, als der Vor­steher der Urner Bildungs- und Kulturdirektion, der auch der Bereich Sport angegliedert ist, als Schneekönig auf die Bühne trat. Begleitet vom mitreissenden offiziellen Ski-WM-Song «Em­pire», dessen Text auf gut Deutsch «Das Feuer brennt ganz tief in dir drinnen, darum kannst du jederzeit auch gewinnen» ausdrückt, hiess der Landammann alle Sportlerinnen und Sportler und Gäste herzlich willkommen.

«Heute können alle Sportlerinnen und Sportler, Teams und Funktionäre jubeln, denn sie werden für ihre herausragenden Leistungen und grossen Verdienste um den Sport in Uri geehrt», betonte Jörg. Geehrt wurden alle Urner, die einen Schweizer-Meister-Titel geholt haben, aber auch Sportler, die an internationalen Titelkämpfen teilnehmen konnten.

«Erfolgreiche Sportler sind wahre Könige»

«Als Sportminister darf ich heute voller Stolz rufen: Dies ist mein Reich», betonte Jörg. «Weil aber zu jedem rechten Reich auch ein rechter König gehört, erscheine ich heute aus aktueller Ski-WM-Begeisterung und auch aus vorfasnächtlichem Übermut als Schneekönig am Rednerpult», sprach der Urner Regierungsrat sein Outfit an. «Die wahren Könige und Königinnen in unserem grossen und schönen Urner Sportreich sind aber unsere erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler. Diese haben ihr inneres Feuer brennen lassen, also ihr Talent entwickelt und fleissig trainiert», so Jörg. Die Motivation, der Wille, das Team und das gesamte Umfeld seien entscheidend, um als Lohn Triumphe feiern zu können. Hinter den Highlights stecke immer auch sehr viel Freiwilligenarbeit. «Ohne diese würde der Urner Sport nicht diese Erfolge aufweisen», so der Bildungsdirektor. Die Sportler­ehrung sei deshalb auch eine Anerkennung und Würdigung für alle freiwilligen Helferinnen und Helfer im Hintergrund.

«Um den sportlichen Weg einzuschlagen, braucht es aber auch Skilifte, Turnhallen, Fussballplätze, Schwimmbecken und noch vieles mehr», betonte Beat Jörg. Und weiter meinte er: «Im Rahmen ihrer Möglichkeiten tun der Kanton und die Gemeinden alles, damit wir gute infrastrukturelle Möglichkeiten für den Sport haben.» Die Sportler müssen sich im neuen Sportjahr hohe Ziele setzen, entschlossen auf diese Ziele hinarbeiten und im entscheidenden Moment zugreifen», forderte der Sportdirektor.

Sogar ein 91-Jähriger tritt auf die Bühne

Die Sportlerehrung wurde von Musiker Matteo Gisler und dessen Band begleitet, und zudem trat die Showgruppe Konterschwung zweimal auf die Bühne. Moderator Walter Tresch führte mit einigen Sportlerinnen und Sportlern kurze Interviews auf der Bühne. So fragte er die abtretende Bikerin Nadia Walker, ob sie den Rücktritt nicht bereue: «Es wäre gelogen, wenn es für mich nach 19 Jahren Spitzensport so einfach gewesen wäre», sagte sie dazu. Der älteste Mann auf der Bühne war der 91-jährige Dolfi Kempf: «Ich habe im Jahr 1958 den Orientierungslauf in den Kanton Uri gebracht und danach salonfähig gemacht», so Kempf. «Und übrigens kann man diesen Sport ausüben, solange man gehen kann», meinte das Urner OL-Urgestein.

Mehrere tausend Berichte verfasst

Zu den Geehrten gehörte auch der Journalist Ruedi Ammann, der Ende Jahr seinen Rücktritt als Berichterstatter gegeben hat. «In seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Journalist für Unihockey, Handball, Tennis, Badminton, Schach, Ringen, Volleyball und andere Sportarten hat der auch unter dem Kürzel ‹ar› bekannte Autor mehrere tausend Berichte geschrieben», erklärte Walter Tresch. Zudem war Ammann selber aktiver Sportler, vor allem im Handball und Tennis.

In der abschliessenden Talkrunde mit einigen Urner Spitzensportlern wollte Walter Tresch wissen, was ihr Kindheitstraum gewesen sei. Dazu sagte etwa der eidgenössische Kranzschwinger Andi Imhof: «Ich war schon als Kind ein Träumer, und irgendwann ist mein Kindheitstraum – ein grosses Schwingfest zu gewinnen – Realität geworden.»

Eltern als grösste Förderer und Fans

Zum Thema Unterstützung erklärte Spitzenbiker Reto Indergand: «Die grösste Unterstützung erhielt ich von meinen Eltern. Diese waren für mich die grössten Förderer und Fans.» Radballer Roman Schneider meinte zum Thema Uri: «Ich bin im Toggenburg aufgewachsen und habe schon in jungen Jahren beim Fernsehschauen festgestellt, dass garantiert an jeder Sportveranstaltung im In- oder Ausland irgendwo eine Urner Fahne geschwenkt wird. Und heute bin ich glücklich, dass ich hier im Radballklub bin, denn wir haben die grössten Fans weit und breit und wahrscheinlich auch die grösste Urner Fahne immer dabei.»

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