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ALTDORF: SRF hat Interesse an Urner Festival

Radio SRF 2 sendet erneut live vom Musikfestival Alpentöne in Altdorf. Im September wird zudem im Fernsehen SRF ein «Sternstunde»-Beitrag ausgestrahlt. Die Verantwortlichen haben in Altdorf rekognosziert.
Florian Arnold
Im Bild Oloid live & Ndima Aka Pygmäen. (Bild: Urs Hanhart, Urner Zeitung / Altdorf, 16. August 2015)

Im Bild Oloid live & Ndima Aka Pygmäen. (Bild: Urs Hanhart, Urner Zeitung / Altdorf, 16. August 2015)

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Das Festival Alpentöne hat sich auch für das Schweizer Radio und Fernsehen zu einem festen Termin entwickelt. Und so wird in diesem Jahr erneut live aus Altdorf gesendet. Daneben dreht die «Sternstunde» einen 50-minütigen Fernsehbeitrag, der im September ausgestrahlt wird.

Die Produktionen sind mit viel Aufwand und vorgängiger Denkarbeit verbunden. Kürzlich trafen sich die Verantwortlichen in Altdorf zu einem Augenschein. Insgesamt über zehn Personen – von Technikern über Redaktoren bis hin zu Produzenten – unterhielten sich mit den Veranstaltern über wichtige Details.

«Wir hatten schon schlimmere Räume»

«Hier hallt es etwas stark», sagt Peter Bürli, Redaktionsleiter bei Radio SRF 2. Der leere «Schlüssel»-Saal klingt ein wenig wie eine Höhle. Trotzdem will der Radiosender SRF 2 Kultur den Raum in ein Radiostudio umfunktionieren. Cheftechniker Urs Knellwolf beruhigt: «Da haben wir schon aus schlimmeren Räumen gesendet.»

Derweil beschäftigt Christina Pollina mehr das Licht. Mit den Kronleuchtern ist sie unzufrieden. «Wenn wir hier drin drehen sollen, dann darf es nicht wie an einer Gemeindeversammlung aussehen», sagt die Fernsehredaktorin. Sie wünscht sich ein paar Scheinwerfer. Am «Alpentöne» produziert sie die 50-minütige Fernsehdokumentation für die «Sternstunde». Der Teil, der sich im «Schlüssel»-Saal abspielt, wird kaum mehr als eine Minute im fertigen Film ausmachen. «Aber wenn das Licht nicht besser ist, müssen wir die Szene wohl streichen.»

Filmcrew begleitet Christian Zehnder

Christina Pollina erklärt: «Wie die Dokumentation am Schluss zusammengesetzt ist, wissen wir noch nicht.» Fest steht aber bereits: Hauptperson in der Dokumentation wird Multiinstrumentalist und Gesangskünstler Christian Zehnder sein – ein viel gesehener Gast am «Alpentöne». In diesem Jahr ist er beim Projekt «got hard» des Alpentöne-Blasorchesters dabei. Die Filmcrew schaut Zehnder über die Schultern und begleitet ihn durch das Festival. «Wir hoffen natürlich, dass viel Unerwartetes passiert, das wir dann für die Dokumentation benützen können», sagt Pollina.

Für das Filmprojekt wird einiges an Personal benötigt. Ein Team mit zwei Kameramännern, einem Tontechniker und einer Redaktorin wird sich um die Aufzeichnungen der Konzertausschnitte kümmern. Ein gleich grosses Team begleitet Zehnder auf Schritt und Tritt. Daneben sind in die Produktion ein Redaktionsleiter und eine Produktionsleiterin involviert. Diese koordiniert im Vorfeld die Aufnahmetermine, wird aber am Festival nicht vor Ort sein.

SRF 2 sendet einen Abend lang live vom Festival

Doch auch das Radio plant Grosses. Aus dem mobilen Tonstudio im «Schlüssel»-Saal soll am Eröffnungsabend des 10. Alpentöne-Festivals live gesendet werden. Dazu wird die Crew alles vom Mischpult bis zu den Mikrofonen so einrichten, als wäre man in Zürich oder Basel im Radiostudio. Statt eines Jazzprogramms wird dann die Musik aus Altdorf zu hören sein.

«Damit alles zeitlich aufgeht, müssen wir gewisse Konzerte live aufzeichnen und mit etwas Verzögerung abspielen», erklärt Peter Bürli, Redaktionsleiter Musik SRF 2 Kultur. «Es soll so viel live wie möglich sein.» Die Sendung soll von viel Musik leben, aber auch Gespräche hätten Platz in der Sendung. Einige Perlen behält sich das Radio für die Sendung in der darauffolgenden Woche auf.

«Eine Livesendung zu machen, das ist sicher eine Herausforderung», sagt Redaktionsleiter Bürli. «Es kann immer etwas schiefgehen.» Trotzdem sei dem Sender aber wichtig, Direktübertragungen zu präsentieren. «Es gibt dem Anlass eine Bedeutung, die man nicht hinbekäme, wenn man es erst eine Woche später abspielen würde.»

Valerio Benz, Musikproduzent bei SRF 2 erklärt es so: «Im Bereich der ‹Neuen Volksmusik› hat ‹Alpentöne› fast schon ein Monopol. Für uns ist das ein eigentliches Must-have.»

Trotzdem: Die Livesendung ist mit viel technischem Aufwand verbunden. Urs Knellwolf ist der technische Projektleiter. «Die Herausforderung einer Livesendung ist es, dass die Technik am richtigen Ort ist, alle Leute instruiert sind, das Zusammenspiel zwischen den Moderatoren und den Technikern funktioniert und alle Leitungen stehen», erklärt er. Vorab ist also viel Denkarbeit nötig, denn wenn es ernst gilt, müssen die Tontechniker sämtliche Infos zur Hand haben. Insgesamt werden für die Radioübertragung sechs Techniker im Einsatz stehen. Zwei Fahrzeuge mit Technik sind nötig. Übertragen wird das Signal übers Internet – ehe es von Basel über den Sender geht.

Hinweis

Radio SRF 2 sendet am 18. August ab 21 Uhr live aus dem «Schlüssel»-Saal in Altdorf.

«Für uns ist das ein eigentliches Must-have.» Valerio Benz, Musikproduzent SRF 2. (Bild: Florian Arnold, Urner Zeitung / Altdorf 19. Juli 2017)

«Für uns ist das ein eigentliches Must-have.» Valerio Benz, Musikproduzent SRF 2. (Bild: Florian Arnold, Urner Zeitung / Altdorf 19. Juli 2017)

«Wir hoffen natürlich, dass viel Unerwartetes passiert.» Christina Pollina, Redaktorin Fernsehen SRF. (Bild: Florian Arnold, Urner Zeitung / Altdorf 19. Juli)

«Wir hoffen natürlich, dass viel Unerwartetes passiert.» Christina Pollina, Redaktorin Fernsehen SRF. (Bild: Florian Arnold, Urner Zeitung / Altdorf 19. Juli)

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