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ALTDORF: Staatsanwalt weist Kritik von Ignaz W. zurück

Im Berufungsprozess gegen den Erstfelder Barbetreiber Ignaz W. hat der Staatsanwalt seinen Antrag auf eine Gefängnisstrafe von 15 Jahren wegen versuchten Mordes bestätigt. Die Einwände der Verteidigung wies er als «wilde Spekulationen» zurück.
Oberstaatsanwalt Bruno Ulmi bei seinem Gang am Freitag zum Plädoyer im Altdorfer Landratssaal. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Oberstaatsanwalt Bruno Ulmi bei seinem Gang am Freitag zum Plädoyer im Altdorfer Landratssaal. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der Verteidiger hatte am Mittwoch vor dem Urner Obergericht erklärt, das Landgericht habe willkürlich geurteilt und Entlastendes ausgeblendet. Er sprach einer DNA des Beschuldigten, die auf einer abgefeuerten Patronenhülse gefunden wurde, und Schmauchspuren, die beim Angeklagten festgestellt wurden, jeden Beweiswert ab.

Dem beschuldigten Ignaz W. werden zwei Vorfälle von 2010 zur Last gelegt. Damals war im Januar in Erstfeld auf einen Barbesucher geschossen worden; dieser blieb unverletzt. Aus derselben Pistole wurde dann im November auf die damalige Frau des Barbetreibers geschossen; sie wurde schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Barbetreiber, auf die Frau einen Killer angesetzt zu haben.

Ein seltener Fall

Es stimme nicht, dass das Gutachten des Forensischen Instituts der gefundenen DNA auf der Patronenhülse jegliche Beweislast abspreche, erklärte der Staatsanwalt. Das Gutachten zeige klar auf, dass Speichel auf der Hülse ein Überleben der DNA möglich mache.

Es gebe kein Indiz dafür, dass es nachträglich zu einer absichtlichen oder unabsichtlichen Kontamination gekommen sei. Es könne sich hier durchaus um einen der seltenen Fälle handeln, bei denen DNA auf einer verschossenen Hülse gefunden werde. Ausserdem hätten Polizei und kriminaltechnischer Dienst tadellos gearbeitet.

Auch die Behauptung, es sei «falscher» Schmauch an den Händen des Angeklagten festgestellt worden, stimme so nicht, sagte der Staatsanwalt. Das Gutachten habe vielmehr ergeben, dass keine Schmauchspuren gefunden worden seien, sondern lediglich Partikel, die durch ihre geringe Zahl nicht aussagekräftig seien.

Viele der Ausführungen des Verteidigers seien «falsch und aktenwidrig», sagte der Staatsanwalt. Auch die Unglaubwürdigkeit der Zeugen sei klar zurückzuweisen. Die Verteidigung spekuliere und probiere, mit «wilden Theorien» Zweifel zu säen.

15 Jahre Gefängnis gefordert

Der Staatsanwalt hielt an den weiteren Indizien und Beweisen, welche er bereits vor Landgericht vorgetragen hatte, fest. Nicht einverstanden zeigte er sich indes mit dem Urteil (zehn Jahre) der ersten Instanz, weshalb er Anschlussberufung einlegte. Wie schon vor dem Landgericht, forderte er vor dem Obergericht 15 Jahre Gefängnis und eine Busse von 1000 Franken.

sdarem

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