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ALTDORF: Tell erhält neuen Nachbarn

Neben der Internet-Endung «.ch» gibt es neu «.swiss». Das Bundesamt für Kommunikation durfte beim Telldenkmal werben – dank einer Ausnahmebewilligung.
Markus Zwyssig
Die Werbeaktion für die neue Domain-Endung «.swiss» gibt auch bei den Jugendlichen zu reden. (Bild Urs Hanhart)

Die Werbeaktion für die neue Domain-Endung «.swiss» gibt auch bei den Jugendlichen zu reden. (Bild Urs Hanhart)

Markus Zwyssig

Passanten und Touristen kamen gestern in Altdorf ins Staunen. Da stand doch tatsächlich neben dem Telldenkmal ein zweiter Sockel. Dieser war dem ersten täuschend echt nachgebaut. Statt Wilhelm Tell und Sohn thronte darauf aber der Schriftzug .swiss. Die Buschauffeure mussten für einmal noch ein bisschen mehr zirkeln, um den ohnehin schon engen Platz beim Altdorfer Rathausplatz zu befahren.

Die Aufsehen erregende Aktion wirbt für die neue, vom Bund verwaltete Internet-Endung. «Unternehmen und Organisationen können seit dieser Woche eine .swiss-Internetadresse beantragen», sagte René Dönni Kuoni, Vizedirektor des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom). Gerechnet wird mit 10 000 bis 20 000 Bewerbungen pro Jahr. Zum Vergleich: Heute gibt es 2 Millionen Adressen mit der Endung .ch.

Öffnung in zwei Phasen

In einer ersten Phase können sich im Handelsregister eingetragene Unternehmen sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften bewerben. Zugelassen sind geografische Namen von Städten und Gemeinden, aber auch Begriffe, die als Marke geschützt sind. In einer zweiten Phase wird die Registrierung dann weiter geöffnet. Auch nicht im Handelsregister eingetragene Vereine und Stiftungen sowie Private können sich dann bewerben.

Der Altdorfer Rathausplatz mit Türmli und Telldenkmal steht für Anlässe grundsätzlich nicht zur Verfügung. Diesmal hat der Kanton aber eine Ausnahmebewilligung erteilt. Andreas Bossart und Kilian Gasser vom Gemeinderat Altdorf freuten sich gestern über die Aktion. «Für uns war es ein Muss, bei dieser besonderen Lancierung mitzumachen», sagte Bossart. Auch René Dönni ist froh, dass es mit der Aktion in Altdorf geklappt hat. Für ihn war der Nationalheld erste Wahl. «Tell ist identitätsstiftend, und so auch .swiss», sagte er. «Wer die neue Internet-Endung setzt, bringt seine Herkunft unmissverständlich zm Ausdruck.» Heute sei es gerade bei ausländischen Leuten schwierig, dass sie die Endung .ch finden würden. «Besonders im asiatischen Raum könnte die Idee auftauchen, dass .ch für China stehen könnte.»

Geworben für die neue Internet-Endung .swiss wird auch beim KKL und bei der Bahn aufs Jungfraujoch.

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