ALTDORF: «Teufelsmaler» hatte auch Gefühl für Sprache

Experten haben gestern ein Hörspiel von Heinrich Danioth analysiert. Dabei ist eine neue Seite des Urner Malers zum Vorschein gekommen.

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«Es wäre schade, wenn wir unseren Dialekt verkümmern lassen würden.» Felix Aschwanden, Autor (Bild: pd)

«Es wäre schade, wenn wir unseren Dialekt verkümmern lassen würden.» Felix Aschwanden, Autor (Bild: pd)

«Wo für den Urner Maler Heinrich Danioth der Pinsel nicht mehr ausreichte, griff er zur Sprache, und dies im schönsten Urner Dialekt», sagte Carla Arnold, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Staatsarchivs Uri. Mit dem Mundart-Hörspiel «Die Urner. Gottmerchit mä mäinti äu» aus dem Jahr 1947, das von Radio Beromünster ausgestrahlt worden ist, wurde gestern an der Sonntags-Matinée im Urner Staatsarchiv dem Publikum die andere Seite des Künstlers aufgezeigt. Der Untertitel des Hörspiels lautete: «Wiä d’Ürner im Rysstall unnä und z’Urschälä-n-obä redet, prichtet und zellet».

Im Hörspiel beschäftigt sich Danioth mit den unterschiedlichen Formen und Eigenheiten der Urner Sprache. «Für mich war dies ein wunderschönes Hörspiel in bestem Urner Dialekt», meinte Felix Aschwanden, der Herausgeber des Urner Mundartwörterbuches. «Zu diesem Hörspiel etwas beizufügen, wäre für mich fast eine Sünde.»

red.