ALTDORF: Theater lanciert freche Show

Im Theater Uri feiert am Samstag eine neue Talkshow Premiere. Dabei wird auch erstmals der goldene Blumentopf verliehen. Das Publikum wird dabei zur Jury.

Markus Zwyssig
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Pfarrer Daniel Krieg ist Gast in der Talkshow. (Bild: PD)

Pfarrer Daniel Krieg ist Gast in der Talkshow. (Bild: PD)

Markus Zwyssig

Auf diese Premiere darf man gespannt sein. Der Altdorfer Ruedi Bomatter wird am Samstagabend im Foyer des Theaters Uri zum Talkmaster (Beginn: 20 Uhr). Als Gast empfängt er den Altdorfer Pfarrer Daniel Krieg. Bomatter will eine Show mit Ecken und Kanten präsentieren. Gemäss Pressetext zur neuen Talkshow «Greedi üüsä» will der Talkmaster mal frech, direkt, ungehobelt, dann wieder zuvorkommend, herzlich und einfühlsam sein. Und vor allem verspricht Bomatter eines: Er will immer gut informiert vor das Publikum treten.

Aber auch der jeweilige Gast muss seinen Beitrag leisten. Er muss sich spontan äussern. Und wenn dies nicht der Fall ist, so gibt es einen abrupten Wechsel. Vorgefasste Statements will Bomatter jedenfalls sofort abblocken.

Musikalische Überraschung

Der Abend soll gespickt sein mit Überraschungen. Auch bei der musikalischen Umrahmung der Talkshow ist dies nicht anders. Bekannt ist, dass ein gewisser Monsieur Soussol als musikalischer Gast auftritt. Noch wird aber nicht genau verraten, wer hinter diesem Namen steht. Bekannt ist einzig, dass Monsieur Soussol und ein weiterer ihn begleitender Musiker in Uri keine Unbekannten sind.

Die Idee zu «Greedi üüsä» habe Heinz Keller, Leiter im Theater Uri, schon längere Zeit mit sich herumgetragen. Jetzt legt er ein entsprechendes Konzept vor. Zusammen mit Talkmaster Ruedi Bomatter wird er dieses nun umsetzen. Gespannt, was bei der Premiere herauskommt, ist auch Jacqueline Amrhein vom Theater Uri. «Die neue Veranstaltung birgt ein gewisses Risiko», sagt sie. «Es wird alles live über die Bühne gehen. Es gibt keine Probe.» Doch offensichtlich dominiert im Vorfeld bereits die Zuversicht. Denn es soll nicht bei der Premiere bleiben. Das Format soll vielmehr einige weitere Ausgaben erleben. Eingeladen werden jedes Mal andere Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Das Reservoir an potenziellen Gästen aus diesen Bereichen sollte «für dreimal drei Ausgaben reichen», ist man beim Theater Uri überzeugt.

Die Zuschauer können sich im Rahmen der Talkshow aktiv am Gespräch beteiligen. So ist es ihnen erlaubt, Fragen und Anregungen, Diskussionsbeiträge und Spots direkt von ihrem Smartphone zu schicken. Die besten Beiträge werden dann auf einem Bildschirm im Foyer gezeigt.

Die Talkshow soll regelmässig im Theater Uri stattfinden – aber nicht nur. Die Auftrittsorte sind zweimal im Jahr das Theater Uri und einmal eine Urner Gemeinde. Ein Redaktionsteam, das sich von Show zu Show neu formiert, bereitet die nächste Ausgabe von «Greedi üüsä» vor, das heisst, es beschafft genügend Informationen über die in der Show auftretenden Gäste.

Publikum verleiht Preis

Am Samstagabend wird aber im Theater Uri nicht nur diskutiert und musiziert. Verliehen wird erstmals auch der goldene Blumentopf (siehe Hinweis). Gesucht wird die beliebteste Veranstaltung, welche im vergangenen Jahr im Theater Uri stattgefunden hat. Über 100 verschiedene Anlässe wurden im grössten Urner Kulturhaus durchgeführt. Jetzt kann das Publikum als Jury entscheiden, wer dabei auf der Bühne die beste Falle machte. Der Preis soll am Samstagabend verliehen werden. Doch auch wenn die Siegerformation am Samstag nicht anreisen kann, haben die Veranstalter eine Lösung. «Falls eine auswärtige Formation gewinnt, erhält diese beim nächsten Gastspiel oder sonst bei einem Besuch im Theater Uri den Preis.»

Hinweis

Noch bis heute Abend um 24 Uhr kann das Publikum unter goldblumentopf@bluewin.ch für die neue Auszeichnung abstimmen.