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ALTDORF: Theatergesellschaft Altdorf: «Wir wollen den Tell ernst nehmen»

Im Zentrum der 116. Generalversammlung der Tellspiel- und Theatergesellschaft Altdorf stand Annette Windlin. Die Regisseurin der Tellspiele 2020 präsentierte ihre ersten Ideen für die Neuinszenierung.
Remo Infanger
Sie übernehmen wichtige Aufgaben bei den Tellspielen 2020; von rechts: Annette Windlin (Regie), Ruth Mächler (Kostüme, Bühnenbild), Valentina-Maria Mächler (Videokunst) und Carlo Gamma (Musik). (Bild: Remo Infanger (Altdorf, 24. März 2018))

Sie übernehmen wichtige Aufgaben bei den Tellspielen 2020; von rechts: Annette Windlin (Regie), Ruth Mächler (Kostüme, Bühnenbild), Valentina-Maria Mächler (Videokunst) und Carlo Gamma (Musik). (Bild: Remo Infanger (Altdorf, 24. März 2018))

Remo Infanger

redaktion@urnerzeitung.ch

«Wir blicken auf ein ruhigeres, aber für die Schauspieler wohlverdientes Jahr zurück»: Mit diesen Worten eröffnete Präsidentin Barbara Bär am vergangenen Samstag im Hotel Höfli die 116. Generalversammlung der Tellspiel- und Theatergesellschaft Altdorf. Knapp zwei Jahre seien seit den erfolgreichen Tellspielen von 2016 vergangen. «Doch nach dem Spiel ist vor dem Spiel», betont Bär. So habe man sich auch im vergangenen Jahr nicht auf den Lorbeeren ausgeruht, sondern bereits Vorbereitungen für die Tellspiele 2020 getroffen – etwa mit der Wahl der verantwortlichen Regisseurin, Annette Windlin. Sie stand dann auch im Mittelpunkt des Abends. «Als gebürtige Küssnachterin ist es für mich eine grosse Freude und Ehre, den Tell 2020 zu inszenieren», sagte Windlin. Nach der Dimitri-Schule hat die heute in Luzern wohnhafte Regisseurin die Ausbildung zur Schauspielerin und später zur Theaterpädagogin absolviert.

Holzharassen sorgen für rustikales Bühnenbild

Die Regisseurin präsentierte am Samstagabend das Konzept für die kommenden Tellspiele. «Schillers Drama ist zeitlos», erklärte Windlin. «Wir wollen den Tell ernst nehmen und uns mit den Fragen auseinandersetzen, die sich für die Gegenwart und die Zukunft stellen.» Unterstützt wird die Regisseurin dabei von der Luzernerin Ruth Mächler, die für Kostüme und Bühnenbild zuständig ist. Deren Tochter Valentina-Maria Mächler übernimmt die Videokunst. «Wände aus Holzharassen werden für ein raues und rustikales Bühnenbild sorgen», hielt Windlin fest.

Diese Elemente sollen auch choreografisch in das Geschehen einfliessen. «Gleichzeitig können die Wände aus Holzkisten auch als Leinwand für Videoprojektionen dienen», erklärte die Regisseurin. Die entstehenden Unebenheiten würden der Bühne mehr Atmosphäre und einen «dreckigen Look» verpassen. Auch die Musik werde in der Inszenierung der Tellspiele 2020 eine wichtige Rolle spielen. «Ganz in der Tradition von ‹Alpentöne› soll die Musik zwischen Jazz und Volksmusik angesiedelt sein.» Dafür werden bekannte Urner Musiker wie Carlo Gamma, Fränggi Gehrig und Christian Wallner sorgen. Matteo Schenardi, der unter anderem das Kollegitheater leitet, übernimmt die Regieassistenz.

Eine Regisseurin mit viel Erfahrung

Dass Annette Windlin viel Theatererfahrung mitbringt, zeigt ein Blick auf vergangene Projekte. So hat sie 2015 das Freilichtspektakel «Morgarten – der Streit geht weiter» verwirklicht und 2013 das Freilichtspiel «Big Bang!» in der alten Zementfabrik in Brunnen inszeniert. Für ihr Schaffen wurde sie mit dem Innerschweizer Kulturpreis ausgezeichnet. Bei den Tellspielen 2020 will Windlin ein besonderes Augenmerk auf die Sprache legen. «Der Text von Schillers Tell hat unglaublich viel zu bieten, und das wollen wir auch entsprechend umsetzen», so Windlin. «Gleichzeitig soll die Geschichte verständlich und spannend auf die Bühne gebracht werden.» Auch Passagen, die bei andern Tellspielen jeweils bloss erzählt werden, will die Regisseurin szenisch umsetzen.

Dass Windlin ambitioniert ist, bewies sie, indem die neue Regisseurin bereits den Terminplan für die Proben der Tellspiele 2020 mitbrachte und abschliessend sagte: «Wichtig ist der Spass, der Krampf kommt dann sowieso.»

Zusätzliches Mitglied in den Vorstand gewählt

Die genehmigte Statutenänderung erlaubte die Wahl von Martina Tresch als zusätzliches siebtes Vorstandsmitglied der Tellspiel- und Theatergesellschaft. Präsidentin Barbara Bär wurde im Amt bestätigt. An der GV wurde auch das Budget 2018 präsentiert. Es prognostiziert ein Defizit von 11'900 Franken.

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