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ALTDORF: Trophäen wecken Erinnerungen

Mit 255 Trophäen und 647 Bildern wurde auf die vergangene Jagd Rückschau gehalten. Allerdings wechselten am Pelzfellmarkt nur noch 300 Felle den Besitzer – und das zu tieferen Preisen als früher.
Georg Epp
Sigi Noser (mit Hut) besucht seit 50 Jahren Pelzfellmärkte. (Bild: Georg Epp (Altdorf, 10./11. März 2017))

Sigi Noser (mit Hut) besucht seit 50 Jahren Pelzfellmärkte. (Bild: Georg Epp (Altdorf, 10./11. März 2017))

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

Ein kleiner Schwatz mit Gleichgesinnten hier, ein Händedruck dort: Die Trophäenschau ist und bleibt ein beliebter Treffpunkt der Jägerschaft, wie sich am vergangenen Wochenende im Winkel, Altdorf, wieder zeigte. Dabei stand die Neuauflage der Urner Trophäenschau lange auf der Kippe, weil die zurückgetretenen OK-Mitglieder erst im allerletzten Moment mit jungen Kräften ersetzt werden konnten.

In dieser Notlage hatte sich auch Hanspeter Schuler nochmals bereiterklärt, ein weiteres Mal als OK-Präsident zu wirken. Zur Eröffnung freute er sich, zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti, Jagdverwalter Josef Walker, aber auch viele treue Sponsoren zu begrüssen. Ein spezieller Dank ging an die elf Hegeobmänner, welche bei den Jägern die Trophäen einsammeln und in den Winkel, Altdorf, bringen.

Weil die Strasse nach Bristen für längere Zeit geschlossen bleibt, fehlten die Trophäen der Bristner Jäger. Matthias Arnold, der neue Ressortchef Trophäen freute sich, mit 255 Trophäen trotzdem eine gute Schau zu präsentieren. Rund 30 Prozent der Urner Jagdstrecke wurden damit gezeigt.

Besondere Trophäen werden bewundert

Nach Ansicht von Hanspeter Schuler präsentierten Erwin Tresch, Hanspeter Dänzer und Stefan Herger besonders beachtliche Steinbocktrophäen, das Jagdduo Walti Herger/Peter Bissig sowie Flavio Herger, Markus Hartmann und Marco Bissig hatten die wuchtigsten Hirschstiere dabei. Besonders bewunderte Gämstrophäen lieferten Franz Schuler senior, Jost Gisler, Marco Kieliger, Erwin Epp und Patrick Gisler. Die schönsten Rehbocktrophäen stellten Iwan Frei, Heiri Müller, Toni Gisler (Spiringen), Stefan Arnold und Toni Gisler (Erstfeld). Jede Trophäe hat ihre eigene Geschichte. Mit 647 auf Grossleinwand projizierten Bildern wurden Erinnerungen an die vergangene Hochwildjagd wieder wach.

Nachdem am Freitagabend das Fest der Jäger ausgiebig gefeiert worden war, fand am Samstagmorgen der Pelzfellmarkt statt. Hier wurden fast überall tiefere Zahlen als im Vorjahr registriert: 237 Fuchs- (Vorjahr 294), 45 Marder- (88) und 18 Dachshäute (24) wechselten den Besitzer. Das Feilschen um gute Preise begann bereits morgens um 8 Uhr. Die Nachfrage bestimmt den Preis.

So zahlte Sigi Noser aus Oberurnen nur für sehr schöne Fuchsfelle 10 Franken, für ein Marderfell 20 und für ein Dachsfell 5 Franken. Noser ist ein Kenner, seit über 50 Jahren ist er an den Pelzfellmärkten anzutreffen. Und er hat auch persönlichen Kontakt zu vielen Jägern. Das Jammern über tiefe Preise war aber oft nur von kurzer Dauer, die Freude über das Sehen und Gesehenwerden oder spezielle Jagdgeschichten standen im Mittelpunkt.

Seit einigen Jahren wird eine Jagdgruppe oder eine Jagdregion eingeladen, mit ihren Trophäen die Kaffeestube zu schmücken. Unter der Regie von Bruno Stadler sorgte diesmal die Jagdgruppe Alplen-Spilau mit starken Trophäen für eine gelungene separate Trophäenschau. Grosser Aufwand, tiefe Jagdkameradschaft und viel Herzblut waren dabei zu spüren.

Kleinen Warenmarkt eingerichtet

Im Obergeschoss waren insgesamt 17 Aussteller für einen kleinen Warenmarkt besorgt. Angeboten wurden unter anderem Waffen, Jagdschmuck, Kräutersalben, Ledersachen, Pelze, Jagdbekleidung, Stein- und Glasgravuren, Schnitzereien, «Ürner Hüsgmachts», Tessiner Spezialitäten und vieles mehr.

Eine grosse Tombola belebte die Trophäenschau zusätzlich, und die Jagdhornbläsergruppe Bärgarvä umrahmte das Treffen der Jagdanhänger musikalisch. Rundum zufrieden zeigte sich OK-Präsident Hanspeter Schuler. Rund 1500 Besucher wurden registriert, die neuen OK-Mitglieder mit insgesamt 93 Helferinnen und Helfern machten ihre Sache ausgezeichnet.

Die Generalversammlung des Urner Jägervereins findet am 21. April in Attinghausen statt. Die Hochwildjagd 2017 dauert vom 12. bis 24. September und die Niederwildjagd vom 10. Oktober bis 30. November.

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