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ALTDORF: UKB-Mitarbeiter müssen selber anpacken

Zusammen mit der Feuerwehr und dem Samariterverein übten sämtliche UKB-Leute an praxisnahen Beispielen den Notfall.
Die UKB-Mitarbeiter übten auch den Umgang mit einer Löschdecke. (Bild: urh (Altdorf, 21. September 2017))

Die UKB-Mitarbeiter übten auch den Umgang mit einer Löschdecke. (Bild: urh (Altdorf, 21. September 2017))

Die rund hundert Mitarbeiter aller UKB-Geschäftsstellen konnten am Donnerstag erst mit rund dreistündiger Verspätung in den Feierabend starten. Der Grund für die kollektive «Überzeit» war eine Notfallübung, die am Hauptsitz in Altdorf abgehalten wurde. Für alle Mitarbeiter war die Teilnahme obligatorisch.

Kurz nach 18 Uhr wurde ein Evakuationsalarm ausgelöst. Daraufhin verliessen alle Mitarbeiter den Hauptsitz und versammelten sich in der Nähe der Post. Dort wurden sie von UKB-Sicherheitschef Alois Hänsli empfangen. «So wie es aussieht, hat die Alarmierung gut funktioniert», meinte Hänsli. «Ich habe den Eindruck, dass alle, die sich im Bereich eines Telefonanschlusses befunden haben, hier am Sammelplatz eingetroffen sind.» Hänsli wies darauf hin, dass die UKB in der Regel im Zwei- oder Dreijahresabstand solche Übungen durchführt, damit auch neue Mitarbeiter in Bezug auf das richtige Verhalten bei Notfällen auf dem neuesten Stand sind. Anschliessend ging es in drei Gruppen zur Postenarbeit.

Alle Mitarbeiter müssen anpacken

An zwei Aussenposten wurde unter fachkundiger Anleitung von Altdorfer Feuerwehrleuten die Brandbekämpfung geübt. Beim ersten Posten ging es darum, ein Feuer mit Hilfe einer Löschdecke zu ersticken. Dabei spielte die richtige Vorgehensweise eine entscheidende Rolle. Die Decke nicht übers Feuer werfen, sondern den Brandherd behutsam und ohne Hektik abdecken, war an diesem Posten angesagt. Es blieb nicht nur bei Anschauungsunterricht. Alle Mitarbeiter mussten mindestens ­einmal selber anpacken und die Handhabung einer Löschdecke üben.

Übung sorgt für einen Aha-Effekt

Nur rund 50 Meter entfernt wurde die Verwendung eines Feuerlöschers instruiert. Dass Wasser nicht immer das richtige Mittel ist, um Feuer zu bekämpfen, zeigten die Feuerwehrleute den Teilnehmern anhand eines kleinen Experiments. Sie schütteten in eine in Brand gerade Fritteuse einen Becher Wasser, was innert Sekundenbruchteilen einen mehrere Meter hohen Feuerball verursachte. Hier handelte es sich um eine sogenannte Fettbrandexplosion. Nicht wenige kamen ganz schön ins Staunen, dass falsches Verhalten derart verheerende Wirkung zeigen kann.

An einem weiteren Posten übten die UKB-Mitarbeiter unter Anleitung des Samaritervereins Altdorf lebensrettende Sofortmassnahmen. Zum Einsatz kam ein Defibrillator. Auch Herzmassage und Beatmungstechnik wurden fleissig geübt.

Abgerundet wurde die Notfallübung noch mit einem theoretischen Teil. Anhand des Business Continuity Managements zeigte Hänsli auf, wie bei der UKB Notfallereignisse angegangen werden.

Sollte der Hauptsitz aus irgendwelchen Gründen lahmgelegt sein, kann die UKB auf andere Standorte ausweichen und auch Ersatzsysteme einsetzen. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat für solche Ausfallszenarien für alle Schweizer Banken klare Vorgaben erlassen.

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

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