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ALTDORF: «Unsere Landräte wären beeindruckt»

Junge Urner und Urnerinnen konnten am Freitag ihre politischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Im Urner Jugendparlament durften die Teilnehmer 8000 Franken für Jugendprojekte ausgeben und drei Vorstösse einreichen.
Jessica Bamford
Im Jugendparlament konnte man politische Luft schnuppern.Bild: Florian Arnold (Altdorf, 11. November 2016)

Im Jugendparlament konnte man politische Luft schnuppern.Bild: Florian Arnold (Altdorf, 11. November 2016)

Zehn Vereine stellten einen Antrag ans Jugendparlament, sie mit einem Geldbeitrag zu unterstützen. Von den meisten Vereinen und von der Schule war ein Vertreter da, der das Projekt vorstellte und sich dafür einsetzte. Über 8000 Franken durften die Jugendlichen verfügen.

In vier Gruppen erstellten die Jugendlichen einen Verteilschlüssel für den Betrag. Dabei merkte man, welchen Einfluss ein Vertreter auf den Erfolg des Antrages hat. So vertrat niemand das Projekt «IG Herbstmusikwoche». Sie erhielt keine Unterstützung.

Neun Projekte profitieren von einem Beitrag

Wie gestandene Politiker diskutierten die 14- bis 20-jährigen Jugendlichen im Landratssaal. «Die Jungen können so die politische Arbeit lernen», sagt Frieda Steffen. Dies ist für die Landratspräsidentin der zentrale Punkt des Jugendparlaments. «Die heutigen Jugendlichen werden morgen im Gemeinderat und im Landrat sitzen», erklärt sie die Bedeutung des Projekts. Sie begrüsste die Jugendlichen am Morgen und erklärte ihnen die Notwendigkeit, aber auch die Schwierigkeiten der politischen Arbeit.

Im weiteren Verlaufe des Morgens diskutierten die Jugendlichen über die Vereinsanträge, am frühen Nachmittag entschieden sie über den Verteilschlüssel für die 8000 Franken: Jugendmusik Altdorf 1000 Franken, Jugendtreff Bürglen 500 Franken, Jugendtreff Erstfeld 500 Franken, Sportschützen Uri 1600 Franken, Kreisschule Ursern 100 Franken, Meitlipfadi Altdorf 1600 Franken, JuBla Spiringen 1600 Franken, Jungwacht Altdorf 500 Franken, Pfadi Altdorf 600 Franken.

Josef Schuler lobt Disziplin der Jugendlichen

In den Gruppen am Morgen entwickelten die Teilnehmenden neben den Verteilschlüsseln Vorstösse für den Regierungsrat. Am Ende wurden die drei beliebtesten Vorstösse weitergeleitet. Die Jugendlichen entschieden sich für «Bessere Busverbindungen in Randregionen und günstigere Tickets für Schüler», «Eishalle im Holzboden» und «Bessere Strassenbeleuchtung». Das Letzte ist ein überraschendes Thema, fand aber viel Anklang. «Es ist nicht schön, wenn man alleine durch dunkle Strassen gehen muss», sagt Yvonne Brand. Die drei Vorstösse haben sich gegen Vorschläge wie einen Abschlussball nach der Sek oder eine Ferienjobbörse des Kantons durchgesetzt.

Zum Schluss des Jugendparlaments gab es Lob von Josef Schuler, Amtsvorsteher Kultur und Sport: «Unsere Landräte wären beeindruckt, wie ihr debattiert habt.»

Jessica Bamford

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