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ALTDORF: Urner Event strahlt bis Hollywood

166 Musiker und Sänger sorgen im Theater Uri dieses Wochenende für ein eindrückliches Konzerterlebnis. Selbst ein Filmkomponist aus Amerika hat eine musikalische Suite speziell für das Musikspektakel geschrieben.
Markus Zwyssig
Die drei Trievent-Konzerte im Theater Uri sind ausverkauft. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 24. November 2017))

Die drei Trievent-Konzerte im Theater Uri sind ausverkauft. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 24. November 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Für seinen Besuch beim Gross-Event im Theater Uri hat er eine lange Reise gemacht. Marcus Trumpp – er legt Wert darauf, dass man seinen Namen mit zwei p schreibt – ist extra aus Los Angeles nach Altdorf gereist. Normalerweise komponiert er Musik für Hollywoodfilme. Nun hat er den Urnern eine musikalische Suite auf den Leib geschrieben.

Trievent, das sind drei Elemente: Blasorchester, Streichensemble und Chor. Unter diesem Namen hat sich ein musikalischer Höhepunkt der hiesigen Kulturszene etabliert. «Was die Urner bieten, ist grossartig», so Trumpp. Ihm gefällt, dass er seine Musik von einem richtigen Orchester und hundert Sängern hört. «Bei der Filmproduktion fehlte das Geld für derart viele Musiker.»

Vor zwei Jahren bearbeitete Filmkomponist Trumpp die Musik von «Northmen», dem Wikinger-Film des in Hollywood tätigen Urner Regisseurs Claudio Fäh, für Trievent zu einer musikalischen Suite. Diesmal ist es die Musik aus Fähs Actionfilm «Beyond Valkyrie», der im Zweiten Weltkrieg spielt. Imposant ist es auch für die Mitwirkenden. «Es ist gewaltig, mit so vielen Menschen zusammen ein Projekt auf die Beine zu stellen», sagt Jeannette Megert. Die 55-jährige Altdorferin erinnert sich an die erste Gesamtprobe bei der ersten Produktion vor fast zehn Jahren. «Wir waren hin und weg von der gespielten Musik, und unser Chor hat sogar den Einsatz verpasst», so die Hobbysängerin. Nun finden die Tri­event-Konzerte bereits zum fünften Mal statt. «Das OK und auch Gesamtleiter Michel Truniger sind immer noch mit demselben Engagement und Spass dabei wie zu Beginn», sagt Megert. Ebenfalls von Anfang an dabei ist Marco Zwyssig. Der 36-jährige Perkussionist aus Seedorf findet es ein einmaliges Erlebnis, mit so vielen Musikbegeisterten zusammenzuspielen. «Die Klangvielfalt ist gewaltig.»

Und das, was von der Bühne kommt, findet beim Publikum Anklang. Die drei Konzerte sind seit vier Wochen ausverkauft. Fast 2000 Personen hören sich die Filmmusik von «Indiana ­Jones» an, schwelgen bei «Some­where Over The Rainbow» in Erinnerungen oder erfreuen sich über Popsongs von Seal und Michael Jackson. «Unsere Musik öffnet Türen auch für Menschen, die nicht per se kunstaffin sind», sagt OK-Präsident Cornel Betschart. «Filmmusik ist mit vielen Emotionen verbunden.» Trotzdem ist Trievent keine Geldmaschine. Bei einem Budget in sechsstelliger Frankenhöhe sind die Organisatoren zufrieden, wenn es finanziell aufgeht.

Das Orchester ist auch eine Plattform für junge Talente. «Wir spielen coole Musik», sagt Amadeo Dal Farra, ein 20-jähriger Cellist aus Altdorf. «Die Filmmelodien sind zwar sehr gehörgefällig, aber zum Teil sehr schwierig zu spielen», sagt er. «Ohne üben geht es nicht.»

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