ALTDORF: Urner solidarisch mit Flüchtlingsfrauen

Flüchtlingsfrauen werden oft diskriminiert. Der Urner Flüchtlingstag forderte dazu auf, das Bewusstsein für diese Frauen zu schärfen.

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Der Urner Flüchtlingstag ruft in Erinnerung, dass weltweit Millionen von Flüchtlingen Hilfe brauchen. (Bild Georg Epp)

Der Urner Flüchtlingstag ruft in Erinnerung, dass weltweit Millionen von Flüchtlingen Hilfe brauchen. (Bild Georg Epp)

Eg. Am 27. Urner Flüchtlingstag, der am Samstag in Altdorf durchgeführt wurde, standen die Frauen im Zentrum. Frauen haben oft spezifische Fluchtgründe wie sexuelle Gewalt, Zwangsehe und diskriminierende Gesetze. Aber auch in ihrem Zufluchtsland seien sie Diskriminierungen ausgesetzt, wie Milena Wegelin von Terre des Femmes in einem Referat betonte. Nach der Flucht gibt es häufig Probleme beim Asylverfahren und bei der Unterbringung. Das Bewusstsein für frauenspezifische Aspekte sei noch nicht überall vorhanden, so Wegelin. Landratspräsident Toni Moser hofft, dass sich die Kompetenz der Asylbehörden, die Fluchtgründe von Frauen beurteilen, in Zukunft verbessert.

Aktuell beherbergt Uri 260 Personen im Asyl, 27 davon sind Frauen. Sie sind im Kanton Uri von den Männern getrennt, sieben leben in einer Kollektivunterkunft, die anderen in Wohnungen. Die meisten Asylanten stammen aus Eritrea oder Sri Lanka.