Altdorf
Vier Frauendarstellungen sollen die Zeughaus-Fassade zum Ort der Würdigung machen

Die Grünen Uri haben sich zum 50-Jahre-Jubiläum des Urner Frauenstimmrechts etwas ganz Besonderes überlegt: Sie wollen die Zeughaus-Fassade weiblicher gestalten. Der Regierungsrat muss der Idee aber erst noch zustimmen.

Drucken
Teilen
Die Fassade des Zeughauses soll durch die Initiative mit Frauendarstellungen ergänzt werden.

Die Fassade des Zeughauses soll durch die Initiative mit Frauendarstellungen ergänzt werden.

Bild: PD

Das Altdorfer Zeughaus dient schon seit einigen Jahren nicht mehr hauptsächlich den ursprünglich militärischen Zwecken. Doch seine Nordfassade zeigt im Zeitgeist der Nachkriegszeit vier wehrhafte Urner Männer. Die Gemälde sind das Werk des Urner Künstlers Franz Fedier, der nächstes Jahr seinen 100. Geburtstag feiert.

Anlässlich des kantonalen Frauenstimmrechts, das sich nächstes Jahr zum 50. Mal jährt, wollen die Grünen Uri diese Männerdarstellungen nun mit gleich vielen Frauendarstellungen auf den übrigen Gebäudefassaden ergänzen. Wie sie in ihrer Medienmitteilung schreiben, eigne sich der Bau an zentraler Lage besonders gut, um die bisher wenig beachtete Rolle der Frau innerhalb der Gesellschaft zu würdigen.

Eine unabhängige Jury soll Entwürfe von Urner Künstlerinnen sichten

Eine aus verschiedenen Urner Frauenorganisationen zusammengesetzte Interessengruppe will diese Idee nun in die Tat umsetzen. Teil der IG seien unter anderem der Frauenbund Uri, der Business Professional Women Club Uri, das Frauen-Kollektiv Uri, die Kulturkommission Altdorf und die Grünen Uri. Weitere interessierte Urnerinnen könnten sich jederzeit bei den Grünen Uri melden, schreiben diese weiter.

Einige Vorabklärungen seien bereits getätigt worden. Falls der Regierungsrat dem Vorhaben zustimme, soll eine unabhängige Jury bestimmt werden, welche Urner Künstlerinnen einlädt, Entwürfe einzureichen. Von diesen soll dann einer zur Realisierung ausgewählt werden. Die «IG Frauen in Uri sichtbar machen» wird sich um Baubewilligung und Finanzierung kümmern. Dabei hoffe die Interessengruppe auf eine Beteiligung des Kantons und der Standortgemeinde Altdorf sowie von Stiftungen. Bereits im nächsten Jahr soll das Werk vollendet sein. (mah)

Aktuelle Nachrichten