Altdorf wählt drei neue Vertreter der Bürgergemeinde in den Korporationsrat Uri

Fünf Monate später als geplant, stimmte die Korporationsgemeinde Altdorf über die Rechnung 2019 und die Budgets für das Jahr 2021 ab.

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(mah) Ausnahmsweise begrüsste der Präsident des Bürgerrats Altdorf, Stefan Jauch, die Teilnehmer im Hotel zum Schwarzen Löwen – dies coronabedingt. In Zeiten von Corona wollte man auf die Bewohner des Rosenbergs Rücksicht nehmen. Dann begann er die Korporationsbürgergemeinde, indem er auf einige schriftlich abgegebene Geschäfte hinwies.

Die Bürgergemeinde unterstütze die Sanierung der Wasserversorgung des Restaurants Nussbäumli mit einem Beitrag im ähnlichen Rahmen wie die Einwohnergemeinde Altdorf. Weiter sei der Führungswechsel der Betriebsleitung im Revier der drei Bürgergemeinden Altdorf, Flüelen, Sisikon nun vollzogen. Lorenz Jud übernehme das Amt des Försters. Der übersättigte Holzmarkt veranlasse aber zu einem sorgenvollen Ausblick für die nächsten Jahre.

Drei neue Mitglieder für den Korporationsrat

Nach der Vorstellung dieser Geschäfte wurde der Korporationsrat neu gewählt. Die Legislaturperiode des Korporationsrates hätte eigentlich am 31. Mai enden sollen. Aufgrund des Corona-Lockdowns verlängerte der Engere Rat der Korporation Uri die Amtsdauer um 5 Monate.

Die Bürgergemeinde Altdorf stellt sechs Vertreter für den Korporationsrat. Die Korporationsrätinnen Barbara Furger und Nathalie Barengo demissionierten auf Ende Mai 2020 (Ende Oktober 2020) und auch die Amtszeit des Allmendaufsehers Karl Marty endete eigentlich am 31. Mai. Der Bürgerrat schlug somit die übrigen Mitglieder Stefan Jauch, Robert Gisler und Rebekka Mattli zur Wiederwahl vor. Als neue Vertreter in den Korporationsrat stellten sich Esther Arnold, Stefan Gerber und Christine Stadler zu Verfügung. Sie stellten sich vor und wurden einstimmig gewählt.

Jahresrechnung und Budget

Vizepräsident und Verwalter Hermann Epp stellte die Jahresrechnungen 2019 sowie die Budgets 2021 von Wald und Verwaltung der Bürgergemeinde vor. Die Verwaltungsrechnung 2019 schloss mit einem Gewinn von 54'984 Franken ab. Das Budget 2021 prognostiziert einen Gewinn von 17'050 Franken. Im Wald resultierte in der Rechnung 2019 ein Ertrag von 3889 Franken. Im Waldbudget des kommenden Jahres wird mit einem Plus von 2910 Franken gerechnet.

Aus der Versammlungsmitte wurde gefragt, warum der Holzschlag Obere Planzern – Planzerberg an eine Forstunternehmung vergeben wurde. In Zeiten, in denen Arbeiten für Dritte akquiriert werden müssen, könnten doch die Forstbetriebe im Revier die Arbeiten selbst ausführen. Eine weitere Frage war, warum dieser Holzschlag nicht um zwei oder drei Jahre verschoben werde – aufgrund der schlechten Holzmarktlage. Förster Lorenz Jud und Präsident Stefan Jauch erklärten, dass die Forstteams im Revier mit Arbeiten für Dritte genügend ausgelastet seien. Zudem sei es wichtig, den lokalen Forstunternehmungen zumindest einige Aufträge zu erteilen, damit sie die Angestellten weiterhin beschäftigen können. Auch bestehe trotz Überangebot von Sturm- und Käferholz immer ein gewisser Bedarf an Frischholz. Und eine Verschiebung dieser Holzerei um zwei bis drei Jahre hätte zur Folge, dass der Holzschlag mit entsprechenden zusätzlichen Kosten nachgezeichnet werden müsste.

Nussbäumliweg wurde bereits saniert

Präsident Stefan Jauch informierte über den «Werdegang» des Sanierungsprojekts. Schon vor vier Jahren wurde im Rat über die Sanierung oder auch die Abtretung des Teilstücks entlang des Fussballplatzes diskutiert. Nach einer mündlichen Anfrage im Jahr 2019 beim Kanton zeichnete sich ab, dass der Nussbäumliweg auf der gesamten Länge saniert werden sollte. Die zeitliche Ausführung wurde auf die Jahre 2021/2022 geschätzt. Anfang 2020 wurde die Bürgergemeinde angefragt, das Projekt vorzuziehen.

Der Bürgerrat plante der Bürgerversammlung im Frühjahr ein Kreditbegehren von 180'000 Franken zu unterbreiten. Weil die Korporationsbürgerversammlung dann nicht stattfinden konnte, beschloss der Bürgerrat in Absprache mit der Rechnungsprüfungskommission, die Sanierung nicht aufzuschieben. Die Implenia AG habe die Arbeiten ausgeführt. Die Sanierung ist bereits abgeschlossen. Trotzdem wurde nun noch über den Kredit abgestimmt, welcher einstimmig genehmigt wurde.