ALTDORF: Wärmeverbund Brickermatte wird erweitert

Im Sommer 2006 hat der Regierungsrat beschlossen, dass der Wärmeverbund Brickermatte in Richtung Hellgasse - Rossmätteli - Turmmatte erweitert werden. Nun haben die Bauarbeiten für die Verlängerung um 400 Meter begonnen.

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Die Holzschnitzelheizung, welche den Verbund mit Wärme versorgt. (Bild pd)

Die Holzschnitzelheizung, welche den Verbund mit Wärme versorgt. (Bild pd)

Der Wärmeverbund Brickermatte ist seit 1996 in Betrieb. Daran sind diverse Kantonseigene Objekte angeschlossen (Bürogebäude Brickermatte und Professorenhaus, Kantonale Mittelschule, ehemaliges Lehrerseminar, Motorfahrzeugkontrolle ASSV). Auch das Einkaufscenter Urnertor (seit 2006), vier Mehrfamilienhäuser der Überbauung Bälmimatte (seit 2007) und zwei Mehrfamilienhäuser an der Grundgasse (Sommer 2008) beziehen Wärme von der mit einheimischen Holzschnitzeln betriebenen Heizzentrale.

Seit Anfang Juni laufen die Bauarbeiten, mit denen mehrere Objekte im Gebiet Schächengrund an den Wärmeverbund angeschlossen werden, wie die Baudirektion des Kantons Uri mitteilt. In der Turmmatte entsteht zurzeit eine Überbauung mit Reiheneinfamilien- und Mehrfamilienhäusern. Rechtzeitig zum Bezug der ersten Etappe im Sommer 2008 wird nun die Fernheizleitung durch die Hellgasse und diverse private Grundstücke mit einer Totallänge von rund 400 Metern verlegt.

Auch Rossmätteli wird vorbereitet
Gleichzeitig wird auch die Liegenschaft Rossmätteli, die dem Kanton Uri gehört, für die Erschliessung mit Fernwärme aus der Holzschnitzelheizung vorbereitet. Die Parzelle Rossmätteli liegt zwischen der Hellgasse und dem St-Josefsweg. Der Kanton möchte diese Parzelle zirka ab dem Jahr 2010 dem familienfreundlichen Wohnen zuführen. Dazu muss diese durch die Gemeinde Altdorf eingezont werden. Bereits im Sommer 2008 stossen zudem zwei Mehrfamilienhäuser in der Mühlematte zum Wärmeverbund Brickermatte.

Mit dem Anschluss der Wohnhäuser in der Turmmatte wird ein weiterer Schritt zur Nutzung eines einheimischen und erneuerbares Energieträgers getan. Im Endausbau wird der Wärmeverbund Brickermatte einen Heizenergiebedarf von rund 3.7 Mio. Kilowattstunden abdecken. Damit können jährlich rund 395'000 Liter Öl eingespart werden, was einer Reduktion von rund 1'100 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht. Damit leistet der Kanton Uri einen «merklichen Beitrag zu den Klimazielen des Bundes und zur Nutzung eines nachwachsenden Rohstoffes aus dem einheimischen Wald», wie es weiter heisst.

scd