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ALTDORF: Werkjahr soll Musiker Luft verschaffen

Drei Urner Kunst- und Kulturschaffende wurden gestern mit Beiträgen ausgezeichnet.
Moes Anthill mit Bandleader Mario Schelbert. (Bild: Urs Hanhart)

Moes Anthill mit Bandleader Mario Schelbert. (Bild: Urs Hanhart)

Sie gelten als die begehrtesten Ehrungen für das Schaffen in der Urner Kunst und Kultur: das Urner Werkjahr und die Förderpreise der Kunst- und Kulturstiftung Uri. 20 Urnerinnen und Urner haben sich diesmal beworben. Das Urner Werkjahr 2017 ging schliesslich an den 32-jährigen Altdorfer Musiker Mario Schelbert. Gestern durfte er den Preis im «Haus für Kunst» in Altdorf entgegennehmen.

«Für mich kam der Entscheid sehr überraschend», so der Urner Singer-Songwriter. Natürlich liebäugle man auch mal mit solch grossen Preisen und Ehrungen. «Doch dass gerade ich unter all den grossartigen Urner Jazz- oder Volksmusikern und anderen Kunstschaffenden für das Werkjahr ausgewählt werde, hätte ich nicht gedacht», meinte er an der Übergabefeier. Umso grösser sei deshalb die Freude über den mit 20000 Franken dotierten Preis.

Neues Theaterprojekt ist bereits in Planung

«Mir war es stets wichtig, dass die Songs auch einen künstlerischen Gehalt aufweisen», so der Preisträger. Mit seiner Band Moes Ant­hill trat er schon am Luzerner Blue Balls Festival, am Moon and Stars»in Locarno, am Open Air St. Gallen oder am Zermatt Unplugged auf. Schelbert macht aber nicht nur Musik, er ist auch auf der Theaterbühne tätig und entwickelte Eigenproduktionen wie etwa das Stück «Durchs wilde Finstertal». Es sei bereits ein neues Theaterprojekt in Planung.

Das Kuratorium der Urner Kunst- und Kulturstiftung unter der Leitung von Elisabeth Fähndrich verlieh Schelbert das Werkjahr, weil man beeindruckt sei von dessen musikalischem Werdegang. «Wir sind überzeugt, dass ihm das Urner Werkjahr Luft verschafft, um die ambitionierten Projekte – ein CD-Doppelalbum und ein neues Theaterprojekt – zu realisieren», sagte Fähndrich.

Ebenfalls vergeben wurden zwei Förderpreise von je 5000 Franken. Sie gingen an den in Seelisberg aufgewachsenen Künstler Simon Ledergerber und an die Altdorfer Künstlerin Annemarie Oechslin. Ledergerber zeigte ein grossflächiges Wandbild und einen in Farbe getränkten Gipsquader. Oechslin überzeugte die Jury mit einer fotografischen Wandinstallation und künstlerischen Objekten, die an Trabantenwelten erinnern.

Thomi Dittli erhält «Carte blanche»

Das Interesse an der Veranstaltung war sehr gross. Das «Haus für Kunst» platzte fast aus allen Nähten – wohl auch wegen der Sonderausstellung von Thomi Dittli. Im vergangenen Jahr erhielt der Flüeler Künstler die sogenannte «Carte blanche». Dank ihr bekam der Maler an der diesjährigen Preisverleihung eine Plattform im Danioth-Pavillon. Passend zur Kunst von Dittli sorgten die Bündnerin Elisabeth Sulser und der Altdorfer Peter Gisler für die musikalische Umrahmung. Sulser und Gisler, der unter anderem die Bauernmusik Altdorf gegründet hat, improvisierten mit Schwyzerörgeli, Kontrabass, Flöte und Dudelsack zu einem Bild von Thomi Dittli. Zudem bewies die Bündnerin, dass man sogar auf einem Kuhhorn musizieren kann.

Ein besonderer Dank ging gestern an Franz-Xaver Nager und Josef Schuler, die nach jahrelanger Arbeit das Team des Kuratoriums verlassen.

Remo Infanger

redaktion@urnerzeitung.ch

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