ALTDORF: Wohnen im «Rosenberg» kostet bald mehr

Wer im «Rosenberg» den Lebensabend verbringen will, muss tiefer in die Tasche greifen: Die Taxen steigen um 5 Franken pro Tag.

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Ein Bewohner spaziert vor dem «Rosenberg». (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Ein Bewohner spaziert vor dem «Rosenberg». (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

«Noch nie seit Bestehen des Alters- und Pflegeheims Rosenberg musste ein Budget unter derart anspruchsvollen Voraussetzungen erstellt werden wie für das Jahr 2009. Es handelte sich um eine ganz harte Prozedur», betont Astrid Strub. Die Präsidentin der Verwaltungskommission spielt damit unter anderem auf die Tatsache an, dass der von 1994 bis 2005 dem Personal nicht gewährte Teuerungsausgleich nachträglich ausbezahlt wurde. Es geht um einen Betrag von 100'000 Franken. Diesem Rückstand musste nun im neuen Voranschlag Rechnung getragen werden.

«Die Erhöhung der Grundtaxe ist und nicht leicht gefallen»
«Weitere Schwierigkeiten machten uns die angestiegene Teuerung, der Abbau von fünf Betten auf neu deren 142 sowie der massive Kostenschub bei der Energie, insbesondere beim Strom», erklärte Rechnungsführer Franz Dittli. Zudem hätten die Pflegebeiträge der Krankenversicherer infolge eines Zwei-Jahres-Vertrags nicht an die allgemeine Teuerung angepasst werden können.

Den Beschluss der Verwaltungskommission, die Grundtaxe um 5 Franken pro Tag anzuheben, kommentierte Dittli so: «Das ist uns nicht leicht gefallen. Aber es ist nötig, denn mit dieser Anpassung wird der aufgelaufenen Teuerung Rechnung getragen.» Erhöht werden nicht nur die Grund-, sondern auch die Pflegetaxen und zwar im Schnitt um etwa 5 Prozent.

Unabhängig werden von Elektrizitätswerken und Strompreisen
Den Verantwortlichen des «Rosenbergs» ist es ein wichtiges Anliegen, dass es in Sachen Pflegefinanzierung endlich vorwärts geht. Heimleiter Marco Petruzzi sprach Klartext: «Der Kanton Uri ist in der Pflicht, das Ganze umzusetzen. Es wäre gut, wenn man mit den Gemeinden und dem Heimverband Curaviva an einen Tisch sitzen würde, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu planen. Ansonsten könnte es eine böse Überraschung absetzen.»

Die Verwaltungskommission wird laut Dittli in nächster Zeit eine Tagung abhalten. «Bei diesem Treffen geht es in erster Linie darum abzuklären, was an der mittlerweile in die Jahre gekommene Gebäude-Aussenhülle des «Rosenbergs» gemacht werden soll», so Dittli. Ausserdem wolle man prüfen, ob es möglich sei, von den Elektrizitätswerken und den hohen Strompreisen unabhängiger zu werden. «Denkbar wäre zum Beispiel die Nutzung von Solarzellen zur Warmwasseraufbereitung.»

red

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.