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Altdorfer Gemeinderat sagt Nein zum Kunstrasenprojekt

2,8 Millionen Franken würde es kosten, die Suworowmatte in Altdorf auf einen Kunstrasen umzurüsten. Das ist dem Altdorfer Gemeinderat zu teuer.
Markus Zwyssig
Der FC Altdorf (hier im Spiel gegen den FC Brunnen) wird vorderhand nicht auf Kunstrasen spielen. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 9. Juni 2018))

Der FC Altdorf (hier im Spiel gegen den FC Brunnen) wird vorderhand nicht auf Kunstrasen spielen. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 9. Juni 2018))

Gemeindepräsident Urs Kälin musste am Freitagmorgen an einer Medienorientierung einen «sehr unangenehmen Entscheid» bekannt geben. Zusammen mit Toni Arnold, Leiter Bauabteilung, und Gemeinderat Bernhard Schuler zeigte er auf, dass ein Kunstrasenplatz auf der Suworowmatte mit 2,8 Millionen Franken zu teuer würde. Zum Vergleich: Der Platz in Erstfeld kostet 1,7 und derjenige in Schattdorf 1,65 Millionen Franken. Der Gemeinderat Altdorf sagt daher Nein zum Kunstrasenplatz auf der Suworowmatte.

Spezialmassnahmen kosten 1 Million Franken

Die Umrüstung des Platzes wird durch die besondere Topografie massiv verteuert. Die Verlängerung des Spielfelds macht teure Stützmauern auf der Seite der Hellgasse und zur Pferdekuranstalt hin erforderlich. Für die Hangentwässerung auf der Seite des Bannwalds müssen grosse Bauwerke erstellt werden. Ansonsten würde der Kunstrasen durch die heute regelmässig auftretenden Überflutungen jedes Mal grossen Schaden nehmen. Allein für diese Spezialmassnahmen entstehen Kosten von 1 Million Franken.

Negativ ins Gewicht fällt für den Gemeinderat, dass die zwingend notwendige Minimalbelastung des Platzes nicht erreicht wird. «Sehr viel Kapazität bleibt ungenutzt», so Kälin. Ein Kunstrasenfeld könne pro Jahr bis zu 2500 Stunden genutzt werden. «Der FC Altdorf rechnet bei heutigem Trainingsaufwand auf einem Kunstrasen mit 600 Trainings- und Wettkampfstunden pro Jahr, das sind rund 360 Stunden mehr als heute.»

Unvorteilhaftes Kosten-Nutzen- Verhältnis

«Die überdurchschnittlichen Kosten und die schwache Auslastung führen zu einem sehr unvorteilhaften Kosten-Nutzen-Verhältnis», so Kälin. Nach Abzug des Kantonsbeitrags und der Kostenbeteiligung des FC Altdorf würden der Gemeinde Kosten von 2,15 Millionen Franken verbleiben. Zudem sind mit jährlichen Folgekosten in der Höhe von 160'000 bis 300'000 Franken zu rechnen.

FCA wird an ausserordentlicher GV diskutieren

Mit Spannung erwartet wird nun die ausserordentliche Generalversammlung des FC Altdorf, welche am Freitagabend stattfindet. Yves Althaus, FCA-Präsident, hat auf Facebook bereits auf die schlechte Nachricht reagiert. «Der Vorstand hat die Medienmitteilung des Altdorfer Gemeinderates zur Kenntnis genommen und wird heute Abend an der ausserordentlichen Generalversammlung dazu Stellung beziehen», so Althaus. «Wir werden das weitere Vorgehen diskutieren und die politischen Möglichkeiten erläutern. Wir hoffen auf rege Teilnahme, auch interessierte Nichtmitglieder sind willkommen.» Vertreter der Altdorfer Behörden stehen vor Ort für Fragen zur Verfügung. Die ausserordentliche Generalversammlung findet um 19 Uhr in der Aula Hagen statt.

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