ALTDORFER LUFT: Flechten lassen die Urner aufatmen

Am Tag der Artenvielfalt suchten 30 Spezialisten nach verschiedenen Lebensformen. Die Überraschung: Viele Flechten weisen auf eine gute Luftqualität hin.

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Flechtenexperte Michael Dietrich. (Bild pd)

Flechtenexperte Michael Dietrich. (Bild pd)

Die grosse Sensation blieb zwar aus am ersten Altdorfer Tag der Artenvielfalt: Die fast 30 Spezialisten haben im Urner Hauptort keine besonders aussergewöhnliche Tierart entdeckt. «Das haben wir aber auch nicht erwartet», erklärt Alex Theiler, der in Altdorf zuständig war für die Durchführung des Aktionstags. Vielmehr sei es bei dieser Veranstaltung darum gegangen, die Bevölkerung für die Biodiversität zu sensibilisieren.

Mit einer kleineren Sensation können die Verantwortlichen dennoch aufwarten: Der Krienser Biologe und Flechtenexperte Michael Dietrich konnte im Urner Hauptort die stolze Zahl von 68 verschiedenen Arten Steinflechten nachweisen sowie ein weiteres Dutzend, die noch zu bestimmen sind. «Die Dichte und Vielfalt der Flechten auf den Mauern in Altdorf ist aussergewöhnlich», sagt Dietrich. Da Flechten als Indikatoren für die Luftqualität gälten, weise das auf eine gute Luftqualität hin. In seiner Funktion als Flechtenexperte richtet Dietrich auch bei der Sanierung der Museggmauer in Luzern sein Augenmerk auf Flechten.

Daniel Regli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».