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Altdorfer Künstler stellt in Deutschland aus

Roland Humair hat mit einem Wandobjekt an einem internationalen Wettbewerb teilgenommen. Er ist für einen Preis nominiert. Sein Werk ist nun in einer Kunsthalle zu sehen.
Markus Zwyssig
Das Wandobjekt "Partixipate" von Roland Humair besteht aus 49 Zylindern. Werden diese gedreht, entstehen immer wieder neue Bilder. (Bild: F.X. Brun)

Das Wandobjekt "Partixipate" von Roland Humair besteht aus 49 Zylindern. Werden diese gedreht, entstehen immer wieder neue Bilder. (Bild: F.X. Brun)

Mehr als 600 Künstler aus 45 verschiedenen Ländern haben sich für den André-Evard-Preis für konkret-konstruktive Kunst beworben. Auch Roland Humair nahm daran teil. Der Altdorfer bewarb sich mit einem Wandobjekt. Und er hatte Glück: Er ist einer von 101 Nominierten. Die Werke dieser Künstler sind in der Ausstellung in der Kunsthalle Messmer in Riegel am Kaiserstuhl zu sehen.

Eine Fachjury wird den Sieger des Preises auswählen. Die Jury setzt sich zusammen aus der Sammlerin und Museumsgründerin Marli Hoppe-Ritter aus Waldenbuch, Sabine Schaschl, Direktorin und leitende Kuratorin des Museums Haus Konstruktiv in Zürich, sowie Ewald Karl Schrade, dem Galeristen und Initiator der Art Karlsruhe. Die Preisvergabe und Verleihung findet am 17. Februar anlässlich der Finissage statt. Das Preisgeld in der Höhe von 10 000 Euro wird unter den Künstlern der drei überzeugendsten Werke der Ausstellung aufgeteilt, ausserdem gibt es einen Publikumspreis. Gewidmet ist der Kunstpreis André Evard (1876-1972), der als Wegbereiter der Schweizer Moderne gilt und sich zu Lebzeiten nicht nur der figurativen, sondern vor allem der abstrakt-geometrischen Malerei gewidmet hat. Die Werke des Schweizer Künstlers bilden das Herzstück der Sammlung der Kunsthalle Messmer.

Roland Humair macht sich wenig Hoffnungen, dass er zu den Gewinnern des Preises gehören wird. «Ich bin schon glücklich, dass ich zu den Nominierten gehöre und ein Wandobjekt ausstellen darf», gibt er sich bescheiden.

Die 101 für die Ausstellung ausgewählte Arbeiten seien von internationalem Niveau, heisst es in einer Presse-Information. Gezeigt werden Malereien, Wandobjekte und Skulpturen. Die meisten Künstler stammen aus Deutschland. Es gibt aber auch Teilnehmer aus Argentinien, Brasilien, Frankreich, Holland, Italien, Schweiz, Türkei, Ungarn, Österreich.

Besucher dürfen Wandobjekt berühren

Roland Humair zeigt das Wandobjekt «Partixipate». Dieses besteht aus 49 Holzzylindern, welche um ihre Achse gedreht werden können, sodass immer wieder neue Bilder entstehen. Das Spezielle dabei: Das gezeigte Wandobjekt darf von den Besuchern der Ausstellung berührt werden. Dies erlaubt den Betrachtern – innerhalb eines vorgegebenen Rahmens – das Bild umzugestalten, eine bestehende Ordnung zu durchbrechen oder auch eine neue Ordnung zu schaffen.

Dabei können grössere oder auch kaum wahrnehmbare Veränderungen vorgenommen werden. Die Betrachterin oder der Betrachter kann also an der Gestaltung oder Umgestaltung der «Partixipate» aktiv partizipieren.

Der 73-jährige Roland Humair arbeitete als Schriftsetzer und Primarlehrer. Heute ist er als freischaffender Rentner tätig. (Bild: PD)

Der 73-jährige Roland Humair arbeitete als Schriftsetzer und Primarlehrer. Heute ist er als freischaffender Rentner tätig. (Bild: PD)

Weitere Infos unter www.kunsthallemessmer.de.

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