Alternativen zur Totalsperrung des Tunnels

Die im Gotthard-Komitee organisierten Kantone und Verbände fordern den Bund auf, mögliche Sanierungsvarianten für den Gotthardstrassentunnel und die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen umfassender abzuklären.

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Der Gotthardstrassentunnel muss totalsaniert werden. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Der Gotthardstrassentunnel muss totalsaniert werden. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Die bisher bekannt gewordenen Abklärungen liessen vermuten, dass noch nicht alle möglichen Sanierungskonzepte genügend tief ausgelotet worden seien, teilte das Gotthard-Komitee am Mittwoch mit. Der IG gehören 13 Kantone, darunter alle aus der Zentralschweiz sowie Verbände an.

Der Präsident des Gotthard-Komitees, der Basler Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels, sagte auf Anfrage der SDA, der Bund solle den Variantenfächer nochmals öffnen. Es bestehe genügend Zeit, ein Konzept zu finden, das breit akzeptiert werde und auch für die Zeit nach der Sanierung von Nutzen sei.

Die Fakten fehlen

Der Gotthardstrassentunnel muss totalsaniert werden. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) schlägt eine Totalsperrung vor. Die Autos sollen auf die Bahn verladen werden. Gemäss Wessels ist die Frage, ob zur Verhinderung einer Totalsperrung eine zweite Röhre erstellt werden soll, im Gotthard- Komitee offen. Es seien schlicht zu wenig Fakten bekannt, sagte er. Das Gotthard-Komitee möchte, dass die Auswirkungen der Sanierung grossräumig geprüft werden. Eine Tunnelschliessung habe über das Tessin und den Kanton Uri hinaus Konsequenzen.

Das Komitee schlägt weiter vor, Infrastrukturen, die für den Verlad von Autos und Lastwagen erstellt werden, auch nach der Sanierung zu verwenden. Es stelle sich die Frage, ob nicht der Transitverkehr von Grenze zu Grenze mit der Entwicklung von entsprechenden Systemlösungen nachhaltig auf die Schiene gebracht werden könnte.

sda