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Älteste Urnerin feiert in Erstfeld ihren 106. Geburtstag

Martha Furrer-Omlin konnte am Sonntag zu Hause an der Gotthardstrasse in Erstfeld ein besonderes Fest begehen. Medikamente kennt sie nur vom Hörensagen und sie braucht weder eine Brille noch ein Hörgerät.
Paul Gwerder
Die Erstfelder Gemeindepräsidentin Pia Tresch gratuliert der ältesten Urnerin, Martha Furrer-Omlin. (Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 23. Juni 2019)

Die Erstfelder Gemeindepräsidentin Pia Tresch gratuliert der ältesten Urnerin, Martha Furrer-Omlin. (Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 23. Juni 2019)

Für Martha Furrer-Omlin war der vergangene Sonntag ein ganz besonderer Tag. Die rüstige Frau konnte ihren 106. Geburtstag feiern. Dabei konnte sie in ihrer Stube im zweiten Stock auch die Erstfelder Gemeindepräsidentin Pia Tresch empfangen.

Die Gemeindepräsidentin wünschte der ältesten Erstfelderin im Namen des Gemeinderates und der ganzen Bevölkerung weiterhin gute Gesundheit und sie hofft, in einem Jahr wieder vorbeikommen zu können. Voller Freude nahm Martha Furrer die Gratulationen und das Blumengesteck entgegen.

Arzt kommt vorbei, findet aber nichts

Die Gemeindepräsidentin wusste zu berichten, dass Martha Furrer nicht nur die älteste Bewohnerin von Erstfeld, sondern des ganzen Kantons Uri ist. «Ja, es wird schon so sein, denn ich vermisse den 13er Klub von Erstfeld, von denen ist niemand mehr da», sagte Martha Furrer. Im Klub dabei waren Männer und Frauen mit Jahrgang 1913, die sich regelmässig trafen und kleinere Ausflüge miteinander unternahmen.

Martha Furrer betonte immer wieder, dass es ihr gut gehe und sie keinen Arzt brauche. «Der Doktor kommt jährlich etwa zwei- bis dreimal bei mir vorbei und findet nichts», erklärte die alte Frau laut und deutlich. «Ich schlafe jeden Tag gut, brauche keine Medikamente und auf eine Brille und ein Hörgerät bin ich immer noch nicht angewiesen und zudem laufe ich immer noch nicht schlecht.» Vor dem Geburtstag sei sie extra zum Coiffeur gegangen. «Ich habe die Haare ein wenig färben lassen, obwohl ich noch sehr wenig graue Haare habe». Das Fest zum Geburtstag wollte sie aber in kleinem Kreis feiern. Über ein Dutzend Leute im Raum zu haben, das wäre für sie denn doch zu viel. Deshalb haben die Söhne vorgesorgt, sodass nicht alle Verwandten miteinander zu ihrer Mutter kamen.

Dass Martha Furrer keine waschechte Urnerin ist, hört man an ihrem unverwechselbaren Obwaldner Dialekt. Sie ist oberhalb von Sachseln zusammen mit vier Schwestern und zwei Brüdern auf einem Bauernhof aufgewachsen. Ihren Mann Ambros Furrer lernte sie an einem Trachtenfest kennen. Im Jahr 1949 haben sie geheiratet. «In diesem Jahr wären wir 70 Jahre lang verheiratet gewesen, aber mein Mann ist leider schon vor 30 Jahren verstorben», so die Jubilarin.

Nach der Heirat bewohnte Martha Furrer-Omlin eine Mietwohnung im Taubachquartier, bevor sie das Haus an der Gotthardstrasse erwerben konnten. Da ihr Mann bei der Bahn arbeitete, konnten sie günstig reisen. «Am liebsten sind wir ins Tessin gefahren, denn dort hat es mir besonders gut gefallen», erinnerte sich die Rentnerin.

Sie gibt Ratschläge und wäscht das Geschirr

Heute wohnt Martha Furrer immer noch zusammen mit ihren beiden Söhnen im Haus an der Gotthardstrasse. «Unsere Mutter hilft uns in der Küche mit guten Ratschlägen und nach dem Essen wäscht sie das gesamte Geschirr von uns jeden Tag selber ab, trocknet dieses und versorgt alles wieder im Schrank», sagte einer der Söhne. «Eine Abwaschmaschine haben wir nicht».

«Ich verbringe viel Zeit vor dem Fernseher oder schaue auch gerne dem Verkehr auf der Strasse zu», sagte Martha Furrer. «Nach draussen gehe ich aber aus Sicherheitsgründen nicht mehr.»

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