Altorfer Lokalkomitee spricht mit der Bevölkerung über die Konzernverantwortungsinitiative

Das Lokalkomitee Altdorf hat eine Standaktion durchgeführt. Dabei wurden die Anliegen der Initianten besprochen und Unterschriften für einen Protest-Brief gesammelt .

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Das Altdorfer Lokalkomitee der Konzernverantwortungsinitiative hat sich mit der Bevölkerung über Themen der Initiative unterhalten. (Bild: PD)

Das Altdorfer Lokalkomitee der Konzernverantwortungsinitiative hat sich mit der Bevölkerung über Themen der Initiative unterhalten. (Bild: PD)

(pd/RIN) Am vergangenen Samstag führten Mitglieder des Lokalkomitees Altdorf der Konzernverantwortungsinitiative eine erste Standaktion auf dem Unterlehn durch und sprachen mit der Bevölkerung über die Anliegen der Initianten. Wendelin Fleischli vom Lokalkomitee Altdorf äussert sich positiv über die Rückmeldungen aus der Bevölkerung: «Für viele ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Konzerne dafür geradestehen sollen, wenn sie das Trinkwasser vergiften oder Menschen mit Gewalt von ihrem Land vertreiben.»

Ein aktueller Fall gibt der Initiative zusätzlich Aufwind, wie das Komitee in einer Mitteilung schreibt: Interholco, ein Konzern aus Baar (ZG), steht in der Kritik, nachdem bekannt wurde, dass er im Kongo intakten Regenwald abholzt und so den vom Aussterben bedrohten Flachlandgorilla gefährdet. Das Lokalkomitee sammelte am Stand darum auch Unterschriften für einen Protest-Brief an Interholco.

Bevölkerung soll sich mit Initiative befassen

Das Lokalkomitee, das im Mai dieses Jahres gegründet wurde, will sich auch in den kommenden Monaten engagieren und das Gespräch mit der Bevölkerung suchen. «Wir finden es wichtig, dass wir uns auch in Altdorf mit der Konzernverantwortungsinitiative befassen», sagt Fleischli. «Heute können skrupellose Konzerne wie Glencore das Trinkwasser vergiften, Menschen vertreiben und ganze Landstriche zerstören. Die Konzernverantwortungsinitiative schafft endlich klare Regeln, um diesem Verhalten einen Riegel vorzuschieben.»