Am häufigsten kracht es in Altdorf

Weniger Unfälle, weniger Verletzte, weniger Tote: So lautet die Unfall-Bilanz der Kantonspolizei Uri. Am «gefährlichsten» ist es am Samstag zwischen 16 und 17 Uhr in Altdorf.

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Bei einem schweren Unfall an Silvesterabend krachten bei Gurtnellen vier Autos ineinander. Fünf Personen wurden schwer verletzt. (Bild: Kapo Uri)

Bei einem schweren Unfall an Silvesterabend krachten bei Gurtnellen vier Autos ineinander. Fünf Personen wurden schwer verletzt. (Bild: Kapo Uri)

Insgesamt ereigneten sich 2011 im Kanton Uri 419 (Vorjahr: 423) polizeilich registrierte Unfälle. Ein Töfffahrer verunfallte im Gotthard-Strassentunnel tödlich; 2010 dagegen gab es insgesamt drei Todesopfer; der Fünfjahresdurchschnitt liegt bei 4 Toten.

Nicht aufmerksam oder abgelenkt

Die Zahl der Verletzten sank von 149 auf 129. 88 (110) Personen wurden leicht, 41 (39) schwer verletzt. 3 (2) Personen wurden auf Fussgängerstreifen angefahren und verletzt.

Bei den Unfallursachen liegen Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 255 (271) Fällen an erster Stelle. 55 (89) Unfälle sind auf Nichtanpassen der Geschwindigkeit zurückzuführen und in 21 (21) Fällen war Alkohol im Spiel.

Am Samstag kracht es oft

154 (129) Unfälle ereigneten sich innerorts, 164 (200) ausserorts und 101 (94) auf Autobahnen. Die unfallträchtigsten Monate waren der Juli mit 55 und der Mai mit 50 Unfällen. Der «gefährlichste» Wochentag mit dem meisten Unfällen ist der Samstag, der «sicherste» der Dienstag. Am häufigsten kracht es zwischen 16 und 17 Uhr. Die unfallreichste Gemeinde ist der Kantonshauptort Altdorf mit 87 (89) Unfällen; nur je 1 Unfall wurde in Bauen (3) und in Isenthal (4) registriert.

Die Kantonspolizei Uri führte zahlreiche Präventionskampagnen durch, um Autofahrer, Velofahrer und Fussgänger auf die verschiedenen Problematiken aufmerksam zu machen. Die zurückgehenden Unfallzahlen belegen, dass sowohl die präventiven wie auch die repressiven Tätigkeiten der Kantonspolizei Uri Früchte tragen, heisst es weiter.

rem/sda