AMSTEG: Im Austausch mit Asylbewerbern

Einwohner von Amsteg und Silenen haben sich mit Asylsuchenden an einen Tisch gesetzt – und mehr über die Schicksale dieser Menschen erfahren.

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Bei der Begegnung in der Turnhalle haben Einheimische und Asylsuchende rege miteinander diskutiert. (Bild: PD)

Bei der Begegnung in der Turnhalle haben Einheimische und Asylsuchende rege miteinander diskutiert. (Bild: PD)

red. Das 400-Seelen-Dorf Amsteg beherbergt seit über 20 Jahren Asylsuchende. Heute sind es vor allem Menschen aus Sri Lanka, Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea und Somalia, die Tür an Tür mit den Dorfbewohnern leben. Eine wirkliche Begegnung ist meist schwierig, da die Verständigung wegen mangelnder Sprachkenntnisse erschwert ist. Kürzlich aber waren Bewohner von Silenen und Amsteg zusammen mit den Asylsuchenden zu einer Begegnung in die Turnhalle Amsteg eingeladen. Ziel des Abends war, den in ihren Ländern verfolgten Mitmenschen Aufmerksamkeit zu schenken und von ihren traumatischen Schicksalen zu erfahren. Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Verfolgung. Flüchtlinge verlassen ihre Heimat und suchen Sicherheit in Ländern Europas.

Der Einladung der Pfarrei Amsteg folgten unerwartet viele Dorfbewohner und Asylsuchende. An durchmischten Tischen wurde dank eines lustigen Einstiegsspiels schon bald rege diskutiert. Und selbst die Kinder spielten bereits nach wenigen Minuten ganz unbefangen im betreuten Hort. Besonders eindrücklich war die Fluchtgeschichte eines ehemaligen Journalisten aus Sri Lanka.

Wissenswertes über Integration

Von Seiten des Roten Kreuzes Uri vernahmen die Anwesenden Wissenswertes über Asylverfahren, Betreuung und Integration. Neben musikalischen Einlagen von Einheimischen wusste der tamilische Tanz einer jungen Frau besonders zu gefallen.

Beim gemeinsamen Essen wurden sowohl urnerische wie ausländische Spezialitäten dargereicht. Ein besonderer Genuss waren die von den Asylsuchenden zubereiteten exotischen Köstlichkeiten. In den zwei Stunden konnten nicht alle Erwartungen erfüllt werden, trotzdem zeigten sich die Organisatoren erfreut über die vielfältigen und herzlichen Begegnungen. Falls der Anlass dazu beigetragen hat, dass sich Einheimische und Asylsuchende anders begegnen, war der Abend ein Erfolg.