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AMSTEG: Riedweg bereit für Wandersaison

Die Stützbauwerke und die Trockenmauern entlang des Riedwegs sind aufwendig saniert worden. Das Projekt erstreckte sich über rund vier Jahre.
Urs Hanhart
Entlang des Riedwegs wurden sowohl berg- als auch talseitig zahlreiche Stützbauwerke, vornehmlich Trockenmauern, saniert. (Bild Urs Hanhart)

Entlang des Riedwegs wurden sowohl berg- als auch talseitig zahlreiche Stützbauwerke, vornehmlich Trockenmauern, saniert. (Bild Urs Hanhart)

Urs Hanhart

Wenn sich Frau Landammann Heidi Z’graggen und Silenens Gemeindepräsident Hermann Epp bei schönstem Wetter auf Wanderschaft begeben, hat das nichts mit Freizeit zu tun. Beim gestrigen Marsch von Meitschligen zum Kraftwerk Amsteg handelte es sich um den Abschluss eines grossen Projekts. Die Sanierung des sogenannten Riedwegs zog sich über rund vier Jahre hinweg. Nun ist der Abschnitt, der sich über eine Distanz von 3,5 Kilometern erstreckt und 20 Liegenschaften erschliesst, wieder in bestem Zustand. Die Bauabteilung der Gemeinde Silenen führte die Wanderung an. Der Ausgangspunkt lag allerdings ausserhalb des Gemeindegebiets auf Gurtneller Boden.

Von nationaler Bedeutung

Zahlreiche Stützbauten und Trockenmauern wurden in den vergangenen vier Jahren in sehr aufwendiger Arbeit auf Vordermann gebracht. Zudem wurde der Weg an einigen Stellen moderat verbreitert. «Der Riedweg hat für uns Silener eine wichtige Bedeutung», betonte Gemeindepräsident Epp in seiner Begrüssung. «Dieses Gebiet nutzen viele Einheimische als Naherholungsraum.» Zudem führten unter anderem auch der Gottardo-Wanderweg und eine Bikeroute über den Riedweg. «Somit ist er auch national von Bedeutung.» Wie Projektleiter Stefan Gisler von der Firma Synaxis ausführte, umfasst das Projekt 70 bergseitige und 40 talseitige Stützmauern. Einige seien sogar einsturzgefährdet gewesen. Saniert wurde in vier Etappen, die nach unterschiedlichen Prioritäten gestaltet waren. Die erste Etappe wurde 2012 in Angriff genommen. Bei einem grossen Teil der wieder in Stand gestellten Mauern handelt es sich um Trockenmauern. Diese machten rund 90 Prozent aus. Es gab aber auch einzelne Betonmauern, gemörtelte Natursteinmauern, Lesesteinhaufen und Blockmauern. Teilweise mussten Unterfangungen neu gemacht werden. Zur optischen Aufwertung wurden zudem an einigen Stellen des Wegs neue Bündner- und Holzzäune erstellt mit einer Länge von je 150 Metern. Die gesamte Sanierungsfläche beläuft sich auf rund 1400 Quadratmeter Mauerwerk. Die Gesamtlänge ist auf zirka 950 Laufmeter zu beziffern, wie Gisler sagte. Der vom Stimmvolk bewilligte Baukredit für dieses Sanierungsprojekt belief sich auf 1,4 Millionen Franken. Laut dem Projektleiter wird der Voranschlag voraussichtlich deutlich unterschritten – dies dank verschiedener Optimierungen und tieferer Offerten als erwartet.

Kompromisse gefunden

«Die grösste Herausforderung bei diesem Projekt bestand darin, mit Anwohnern, die eine Verbreiterung der Strasse wünschten, Kompromisse zu finden», verriet der Projektleiter. Es sei darum gegangen, dahingehend Lösungen zu finden, dass der Weg seinen bisherigen Reiz nicht verliere. «Das ist uns gelungen», so Gisler.

Ursprünglich wollten die Projektverantwortlichen noch an mehr Stellen Holzzäune errichten. Damit bissen sie jedoch teilweise auf Granit, weil die Liegenschaftsbesitzer einen Mehraufwand beim Unterhalt befürchteten.

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