AMSTEG: Spatenstich für den Ausbau der Reuss

Ein weiterer Schritt für die Verbesserung der Hochwassersicherheit im Kanton Uri ist vollzogen. Am 5. November erfolgte der Spatenstich zum Ausbau der Reuss in Amsteg.

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Bild vom Hochwasser 2005. (Bild pd)

Bild vom Hochwasser 2005. (Bild pd)

Bereits das Hochwasser von 1987 habe im Urner Reusstal grosse Schäden verursacht. Wie es in einer Mitteilung der Standeskanzlei Uri heisst, basiere das Bauprojekt auf dem Generellen Projekt vom Oktober 1991 und sei Bestandteil des Hochwasserschutzprogrammes 1993.

Das Hochwasserereignis vom 22./23. August 2005 führte in Amsteg ebenfalls zu erheblichen Schäden an Gebäuden, Infrastrukturanlagen und Hochwasser-Schutzbauten. Nachdem das Bauprojekt als Folge des Hochwassers 1987 im Entwurf vorlag, aber dessen Genehmigungsverfahren erst später abgeschlossen werden konnte, wurden die betroffenen Uferbereiche als Teil des künftigen Bauprojektes vorgezogen und 2006/07 ausgebaut.

Absenkung, Verstärkung, Erweiterung
Das Hochwasserschutzprojekt Reuss Amsteg sieht folgende Hauptmassnahmen vor:

  • Absenkung der Reuss-Sohle im Bereich der Brücke N2-Auffahrt bis N2-Brücke Silenen  
  • Unterfangung und Verstärkung des Uferschutzes  
  • Erweiterung des Reussbettes; die Reuss-Sohle wird durch Geschiebeentnahmen auf der geplanten Höhe gehalten

Mit der Absenkung der Reuss-Sohle zur Vergrösserung des Durchflussquerschnittes bei der N2-Brücke Grund, wird die Wasserführung des grundwassergespiesenen Männigenreussli reduziert respektive teilzeitlich sogar unterbunden. Deshalb ist die Renaturierung des Männigenreussli inklusive der Reusswasserfassung ebenfalls Bestandteil des Bauprojektes.

Rund 9,9 Millionen Franken Baukosten
Die Baukosten betragen rund 9,9 Millionen Franken. Zur Finanzierung dieser Kosten beteiligen sich der Bund voraussichtlich mit rund 3,4 Millionen Franken und die besonders bevorteilten Dritten mit rund 6,1 Millionen Franken. Dem Kanton verbleiben somit Restkosten in der Höhe von rund 0,4 Millionen Franken.

Unter Berücksichtigung der Wasserführung und der winterlichen Verhältnisse werden die Hauptarbeiten in der Reuss in zwei Niedrigwasserperioden, von November 2008 bis April 2009 und September 2009 bis Mai 2010 ausgeführt.

ana