AMSTEG/ERSTFELD: Soldaten üben mit wilden Büsi

Normalerweise betreut die Veterinärkompanie kranke und verletzte Armeetiere. In diesen Tagen sorgt sie dafür, dass die Katzenpopulation nicht Überhand nimmt.

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Tierarzt Olivier Grin (rechts) unterbindet eine wilde Katze. Assisitiert wird er von Veterinärsoldat Severin Pflüger. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Tierarzt Olivier Grin (rechts) unterbindet eine wilde Katze. Assisitiert wird er von Veterinärsoldat Severin Pflüger. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Oberleutnant Olivier Grin, der im zivilen Leben als Tierarzt arbeitet, hat gerade eine narkotisierte Katze auf dem improvisiert wirkenden Operationstisch. Gleich wird er das wilde Büsi, das bereits mehrfach Nachwuchs zur Welt gebracht hat, unterbinden. Assistiert wird er dabei vom Veterinärsoldaten Severin Pflüger.

«Sowohl für die Tierschutzvereine, die uns die Katzen anvertraut haben, als auch für uns selber ist das Ganze eine Win-Win-Situation», erklärt der Operateur. «Einerseits können wir mit diesem Einsatz dafür sorgen, dass der Katzenbestand nicht unkontrolliert wächst, anderseits besteht so für die Soldaten die Möglichkeit, ihr Wissen im Rahmen des Wiederholungskurses an lebenden Tieren aufzufrischen, ohne sie einer unnötigen Gesundheitsgefährdung auszusetzen.»

99 Männer und 20 Frauen im Einsatz für die Tiere
Sonst kümmern sich die Veterinärärzte und -soldaten um kranke und verletzte Armeetiere, also Pferde und Hunde, die für verschiedene Spezialaufgaben ausgebildet sind. Ausserdem werden sie im Falle einer Tierseuche zur Absperrung, Reinigung und Desinfektion auf dem Schadenplatz eingesetzt. Zur Behandlung von Armeetieren stehen der Veterinärkompanie mehrere mobile Tierkliniken zur Verfügung. Eines dieser Feld-Tierspitäler befindet sich zurzeit auf dem Zeughausareal in Amsteg. Dort werden im Rahmen des nächste Woche zu Ende gehenden WK der Veterinärkompanie 3, die in Erstfeld einquartiert ist, zahlreiche wilde Katzen und einige Meerschweinchen fachgerecht kastriert.

Die Veterinärkompanie 3 ist die einzig verbliebene innerhalb der redimensionierten Schweizer Armee. Den aktuellen WK, der auch Übungen zur Tierseuchenbekämpfung sowie diverse andere Einsätze beinhaltet, absolvieren 99 Männer und 20 Frauen.

Urs Hanhart

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.