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An den Tagen des Denkmals drehte sich in Uri alles um Farben

Bei verschiedenen Veranstaltungen in Altdorf und in Seedorf ging es um die Bemalungen von Gebäuden, Denkmälern ums Färben und um die Kraft der Farben an Orten der Kraft.
Markus Zwyssig
Der kantonale Denkmalpfleger Thomas Brunner zeigt, wie es rund um das Telldenkmal früher ausgesehen hat. (Bild: Markus Zwyssig, 14. September 2019)

Der kantonale Denkmalpfleger Thomas Brunner zeigt, wie es rund um das Telldenkmal früher ausgesehen hat. (Bild: Markus Zwyssig, 14. September 2019)

Gut 20 Personen begaben sich am Samstagnachmittag mit dem Urner Denkmalpfleger Thoma Brunner auf einen Rundgang durch den Dorfkern von Altdorf. Er zeigte beim Telldenkmal, aber auch beim Unter- und Oberlehn, wie sich die Bemalungen der Gebäude über die Zeit verändert haben. «Die Farbe kommt erst am Schluss dazu, ist aber der wichtigste Teil und auch die erste Schicht, die verändert wird», so Brunner.

Das Altdorfer Ortsbild wurde wesentlich durch die drei Dorfbrände geprägt. «Das heutige Bild ist das Ergebnis der vergangenen Jahrhunderte», sagte Brunner. Und auch künftig wird es sich immer weiter verändern. «Der Dorfkern gerät mit dem verdichteten Bauen immer stärker unter Druck», so Brunner. Die Meinungen, was ins Bild passt, ändern sich ebenfalls. «Ein paar Dinge, die man im Dorfkern von Altdorf sieht, würde man vielleicht heute anders machen.» So entstand während des Rundgangs eine rege Diskussion über Giebel- und Flachdächer. Für Brunner ist klar: «Auch mit den Farben der Fassaden richtig umzugehen, ist nicht einfach. Diese müssen zur Umgebung passen.»

Vom Stammtisch bis zum Färben im Klostergarten

Im Rahmen der Denkmaltage fanden im Kanton Uri verschiedene Veranstaltungen rund ums Thema Farben statt. Bei einem Stammtisch im Parterre des Zeughauses wurde über Farben als Thema für Ortsbild und Architektur gesprochen. Moderiert worden war der Anlass von «Alpentöne»-Chef Pius Knüsel. An der Diskussion nahmen neben Thomas Brunner Architektin Margrit Baumann, Restaurator Wendel Odermatt, die Illustratoren und Künstler Lina Müller und Luca Schenardi teil.

Restaurator Claudio Fontana referierte beim Tellspielhaus über die Farben. Dabei war zu erfahren, dass die Farbwahl lange Zeit eingeschränkt war. Farbe war ein rares und wertvolles Gut. Fontana erläuterte in einer Führung die Restaurierung und die Farben des Tellspielhauses. Intensive, auffällige Farben durften nur für Häuser angesehener Persönlichkeiten verwendet werden.

Um das Färben von Textilien mit Naturfarbstoffen ging es im ehemaligen Kapuzinerkloster. Im Garten beschäftigt sich eine kleine Gruppe um Eduard Indermaur um mehr als 200 Färberpflanzen. Sie betreiben ein altes, heute nur noch selten betriebenes Handwerk. Zudem bot das Kloster als historisches Gebäude für den Besuch eine besondere Kulisse.

Eine weitere Veranstaltung sprengte den gesetzten Rahmen. Es ging um die Kraft der Farbe an Orten der Kraft. Religionswissenschaftlerin und Kraftorteforscherin Andrea Fischbacher begab sich mit Interessierten in Seedorf auf einen Rundgang.

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